Rugby: Geschichte, Spielfeld, Regeln und Spielzüge erklärt
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Rugby: Geschichte
Rugby Union entstand Anfang des 19. Jahrhunderts an der Stadtschule Rugby in England. Schüler praktizierten dort ein Fußballspiel, bei dem der Ball gelegentlich mit den Händen aufgenommen und getragen wurde. Die Gegner versuchten, den Ball zu erobern, um ihn ebenfalls zu nutzen.
Im Jahr 1871 wurde der Verband gegründet, der die Regeln des Rugby-Fußballs vereinheitlichte. Seitdem hat sich die Sportart weltweit verbreitet.
Grundprinzip und Ziel
Das Ziel des Spiels besteht darin, den ovalen Ball in die gegnerische Malfeld-Zone zu tragen oder zu passen und ihn dort auf den Boden zu legen. Dieser Versuch wird als Try bezeichnet.
Spielfeld
Ein Rugbyfeld aus Rasen ist etwa 100 m lang und 70 m breit. Am Ende jeder Spielfeldhälfte befinden sich die Malfelder, an deren Ende die H-förmigen Torstangen stehen.
Der Ball
Der Ball ist oval und wiegt etwa 400 g. Die Torstangen sind mindestens 3,4 m hoch und stehen in einem Abstand von 5,6 m zueinander. Die Querlatte befindet sich in einer Höhe von 3 m.
Spieler
Jede Mannschaft besteht aus 15 Spielern.
Spielbeginn
Das Spiel beginnt mit einem Anstoß von der Spielfeldmitte. Anschließend kann jeder Spieler mit dem Ball laufen, ihn passen oder mit dem Fuß spielen. Ein Spieler darf den Ball nur nach hinten oder seitlich abspielen. Wird der Ball nach vorne gespielt, handelt es sich um ein Vergehen.
Spielunterbrechungen und Standardsituationen
- Gedränge (Scrum): Bei kleineren Regelverstößen oder wenn der Ball festhängt, bilden acht Spieler jeder Mannschaft einen Block und schieben gegeneinander, bis der Ball wieder ins Spiel gebracht wird.
- Spontanes Gedränge (Ruck): Entsteht auf dem Boden, wenn ein oder mehrere Spieler beider Mannschaften den Ball am Boden umkämpfen.
- Maul: Entsteht, wenn ein Spieler den Ball hält und Gegner und Mitspieler ihn gemeinsam umschließen, ohne dass der Ball den Boden berührt.
- Seitenaus (Lineout): Der Ball wird von der Seitenlinie eingeworfen. Sieben Spieler jeder Mannschaft stellen sich in zwei Reihen gegenüber auf und springen um den Ball.
Spieldauer
Ein Spiel dauert zwei Halbzeiten von je 40 Minuten mit einer fünfminütigen Pause.
Häufige Regelverstöße
- Abseits: Ein Spieler steht vor dem Ball, der im Spiel ist, und greift ins Spiel ein.
- Vorwärtspass: Der Ball wird nach vorne abgespielt.
- Nicht gefangener Ball: Der Ball fällt dem Spieler vor dem Körper herunter.
Technik: Passen und Fangen
Beim Pass dreht sich der Spieler aus der Hüfte, während die Beine den Körper stabilisieren. Die Arme bleiben gestreckt, bis der Ball den Empfänger erreicht.
Taktik
Angreifende Spieler versuchen, mit dem Ball Raum zu gewinnen und die gegnerische Verteidigungslinie zu durchbrechen. Die Verteidigung arbeitet dagegen mit einer geordneten Abwehrreihe.
- Verteiltes Spiel: Die Abwehr wird durch Pässe über freie Räume an den Seiten ausgespielt.
- Gruppiertes Spiel: Die Mannschaft nutzt die Tiefe der Abwehr, indem Spieler nahe am Gegner gemeinsam angreifen.
Fazit
Rugby ist eine Mannschaftssportart, die von unterschiedlichen Spielertypen lebt. Große, kräftige Spieler setzen sich im Gedränge durch, während schnelle und wendige Spieler im Angriff den Raum nutzen.