Die Russische Revolution: Ursachen, Verlauf und Folgen
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Folgen der Sowjetrevolution
1. Ökonomische Folgen
Das Privateigentum an den Produktionsmitteln wurde abgeschafft und kollektiviert oder sozialisiert. Der Staat monopolisierte und leitete die Wirtschaft.
2. Soziale Folgen
Durch die Abschaffung des Privateigentums wurde versucht, das Modell der bürgerlichen Gesellschaft zu entfernen und eine Gesellschaft der Gleichheit nach den Prinzipien des Marxismus zu schaffen. In der Realität blieben jedoch soziale Unterschiede bestehen.
3. Politische Folgen
Das liberale Modell der individuellen und kollektiven Freiheiten wurde abgeschafft. Es gab keine Meinungs- oder Versammlungsfreiheit mehr; Zensur war allgegenwärtig. Es etablierte sich ein Einparteiensystem. Auch die Kultur und Informationen wurden streng durch eine offizielle Staatskultur kontrolliert.
Die Revolution von 1905
Ursachen
- Die Verbreitung neuer Ideen (Populisten, Anarchisten).
- Die militärische Niederlage gegen Japan im Jahr 1904: Russland verlor an Macht und fühlte sich gedemütigt.
- Die durch den Krieg verursachte Wirtschaftskrise.
Auswirkungen
Im Jahr 1905 begann eine Revolution vor dem Winterpalast in St. Petersburg. Die Demonstranten wurden unterdrückt, woraufhin die Sowjets (Räte) entstanden. Nach der Revolution gab es Reformbemühungen, die jedoch so zaghaft und unzureichend waren, dass sie die Probleme nicht lösten.
Die Oktoberrevolution 1917
Ursachen
- Die Schwäche der provisorischen Regierung.
- Die Stärke und Rolle der Sowjets, die beschlossen, die Macht gewaltsam durch einen Aufstand der Partei zu übernehmen.
- Die Weigerung der Regierung, den Ersten Weltkrieg zu beenden.
Ergebnisse
Am 25. Oktober lehnten sich die Matrosen der Marinebasis Kronstadt auf und schlossen sich den bewaffneten Arbeitern an. Der entscheidende Akt war der Sturm auf das Winterpalais, den Sitz der provisorischen Regierung. Eine entscheidende Rolle spielten dabei die Bolschewiki und Trotzkis Rote Garde. Die Revolution triumphierte, die provisorische Regierung stürzte und Lenin kam an die Macht.
Revolutionäre Maßnahmen des neuen Regimes
Nach der Machtübernahme löste Lenin die verfassunggebende Versammlung auf. Der Sowjetkongress übernahm die führende Rolle bei der Einrichtung neuer staatlicher Institutionen:
- Rat der Volkskommissare: Die Exekutive.
- Oberster Sowjet: Die Legislative, bestehend aus zwei Kammern.
- Präsidium: Fungierte als Staatsoberhaupt.
Die Macht wurde von der bolschewistischen Partei (Einparteiensystem) kontrolliert, insbesondere durch deren oberste Leitung, das Politbüro. Weitere wichtige Beschlüsse waren:
- Austritt aus dem Krieg nach Unterzeichnung des Vertrags von Brest-Litowsk.
- Enteignung und anschließende Kollektivierung von Kronland sowie des Besitzes von Adel und Klerus.
- Arbeiterkontrolle in den Betrieben.
- Anerkennung der verschiedenen Nationalitäten.
- Verlegung der Hauptstadt nach Moskau aufgrund der deutschen Offensive.