Santa Maria Novella: Architektur der Renaissance

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Santa Maria Novella: Ein Meisterwerk der Renaissance

Die Fassade der Kirche Santa Maria Novella wurde zwischen 1456 und 1470 von Leon Battista Alberti entworfen. Sie zeichnet sich durch ihre Bögen und dekorativen runden Fenster in der Mitte aus.

Architektonische Gestaltung und Proportionen

Die Fassade besteht aus zwei Voluten (Spiralen), die den zentralen Bereich mit den Seiten verbinden. Dies sorgt für Proportion und Harmonie – das Hauptmerkmal der Renaissance. Alberti integrierte einen klassischen Giebel, ein Element aus der Antike, das er mit großer Freiheit überarbeitete.

Die harmonische Beziehung zwischen der breiten unteren und der schmaleren oberen Fassadenhälfte wurde durch die Voluten gelöst. Diese Lösung übte einen großen Einfluss auf die religiöse Architektur des 16. Jahrhunderts aus.

Geometrie und Symbolik

Besonders bemerkenswert ist die Verwendung geometrischer Formen:

  • Quadrate zwischen den Pilastern im oberen Fassadenbereich
  • Kreise in den Voluten
  • Geometrische Inlays

Für Alberti dienten geometrische Formen dazu, über die Wahrheiten des Glaubens zu meditieren. Dies spiegelt die neuplatonischen ästhetischen Trends der Florentiner Kultur wider, in denen sichtbare Formen Träger ideologischer Bedeutungen sind.

Das Portal und die Fassadendetails

Das Portal besteht aus einem für die klassische Architektur typischen Rundbogen. Im Halbkreis über den Säulen und dem Bogen befindet sich ein Rahmen mit einer religiösen Szene. Die Kombination von Rechtecken und Materialien folgt der mittelalterlichen Florentiner Tradition.

Die Fassade greift Elemente der florentinischen Romanik auf (ähnlich wie bei San Miniato al Monte). Alberti entwickelte diese jedoch auf Basis der Prinzipien von Vitruv weiter, wobei das Quadrat als modulares kompositorisches Element diente.

Elemente der Portalgestaltung:

  • Pilaster: Verleihen dem Raum um das Tor Schönheit und Proportion.
  • Bogen: Sorgt für Stabilität, Harmonie und Ästhetik.
  • Farbkontraste: Dunkelbraune Formmassen setzen sich von den übrigen Elementen ab.
  • Säulen: Zwei große Säulen aus grünem Marmor mit korinthischen Kapitellen rahmen das Tor ein.

Proportion und Abschluss

An der Basis der Fassade befinden sich Bögen mit abwechselnd weißem und rotem Marmor. Diese Gestaltung lässt das Bauwerk proportionaler und menschlicher wirken, anstatt es wie einen massiven Marmorblock erscheinen zu lassen. Den krönenden Abschluss bildet ein lateinisches Kreuz mit einem Eisenkern, das mit reinem Gold überzogen ist.

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