Die Sektoren der spanischen Wirtschaft: Primärsektor, Industrie und Handel

Eingeordnet in Geographie

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,93 KB

Überblick über die spanischen Wirtschaftssektoren

Der primäre Sektor ist ein wichtiger Bestandteil der spanischen Wirtschaft, auch wenn sein ökonomisches Gewicht im Vergleich zu anderen Sektoren abgenommen hat.

Der Primärsektor: Landwirtschaft und Viehzucht

Wichtigste Kulturen

Zu den wichtigsten Kulturen zählen:

  • Getreide
  • Oliven und Weinreben
  • Obstbäume
  • Blumen
  • Gemüse aus Gewächshäusern (Hortalizas)

Viehzucht und Regionen

Die Viehzucht konzentriert sich auf verschiedene Regionen:

  • Die Kantabrische Küste ist auf Rinder spezialisiert.
  • Katalonien, Aragon und Navarra sowie der Norden der Valencianischen Gemeinschaft konzentrieren sich auf Vieh und Nutztiere.
  • Auf der Hochebene (Meseta) werden Rinder gehalten.
  • In Andalusien gibt es Rinder und Schweine.

Arten der Agrarlandschaft

Die Agrarlandschaft Spaniens lässt sich in verschiedene Typen unterteilen:

  • Kontinentale oder Binnenland-Agrarlandschaft: Vorwiegend regenabhängige Landwirtschaft (Rainfed) und Viehzucht.
  • Atlantische Agrarlandschaft: Dominiert von Viehzucht, Wald und Landwirtschaft.
  • Mediterrane Agrarlandschaft: Landwirtschaft, Vieh-, Geflügel- und Schweinehaltung.
  • Landschaft der Kanarischen Inseln.

Die Fischwirtschaft und die EU-Krise

Entwicklung und Herausforderungen der Fischerei

Die Fischwirtschaft erfuhr eine umfassende Modernisierung und Entwicklung, was zu höheren Fangmengen führte. Dennoch stehen die Fischbestände vor einer Krise, die gekennzeichnet ist durch:

  • Die Erschöpfung der Arten (Überfischung).
  • Schwierigkeiten in den traditionellen Fanggebieten.

Spanische Fischerei in der Europäischen Union

Die Erwartung, dass die EU-Mitgliedschaft dem spanischen Fischereisektor zugutekommen würde, erfüllte sich nicht vollständig. Gründe hierfür waren:

  • Die Fangkapazitäten der EU-Staaten waren bereits übermäßig hoch im Verhältnis zu den verfügbaren Ressourcen.
  • Die Strategie der vollen Marktöffnung bedeutet, dass europäische Fischer Fanggebiete mit anderen Ländern teilen müssen.

Finanzhilfen wurden hauptsächlich zur Erneuerung der Flotte genutzt. Dies führte in Spanien dazu, dass kleinere Boote ersetzt wurden und somit Fangkapazitäten verloren gingen.

Spanien hoffte, dass der EU-Beitritt Abkommen mit Drittländern (wie Marokko) fördern würde. Die Verhandlungen sind jedoch aufgrund der zunehmenden Erschöpfung der Fischbestände schwierig.

Industrie, Energie und Handel

Wichtige Energiequellen in Spanien

Die wichtigsten Energiequellen in Spanien sind:

  • Kohle
  • Kernenergie
  • Wasserkraft
  • Alternative Energiequellen

Industrielle Entwicklung und Schlüsselbranchen

Die industrielle Entwicklung in Spanien erfolgte im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern mit einer gewissen Verzögerung.

Wichtige Industriezweige sind:

  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Metallurgie und Verarbeitung
  • Schiffbau und Automobilindustrie
  • Chemische Industrie
  • Lebensmittelindustrie
  • Spitzentechnologie

Außenhandel und Zahlungsbilanz

Spanien weist traditionell eine negative Handelsbilanz auf. Dies liegt daran, dass der Wert der importierten Produkte den Wert der exportierten Produkte übersteigt.

Die spanische Zahlungsbilanz ist jedoch positiv, hauptsächlich aufgrund von Einnahmen aus:

  • Tourismus
  • Ausländischen Investitionen
  • Kapitalverkehr

Transport- und Kommunikationsnetze

Das Transport- und Kommunikationsnetz umfasst Straßen, Schienen, See- und Luftverkehr.

Verwandte Einträge: