Der sekundäre Sektor: Industrie und Energiegewinnung
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Sekundärer Sektor
Im sekundären Sektor werden Rohstoffe aus der Natur in nützliche Produkte umgewandelt. Diese Rohstoffe können tierischen, pflanzlichen oder mineralischen Ursprungs sein und werden in erneuerbare und nicht erneuerbare Ressourcen unterteilt.
Bergbau und Abfallwirtschaft
Der Bergbau ist standortgebunden und technisch anspruchsvoll. Er umfasst die Förderung von Erzen an die Oberfläche sowie die anschließende Wiederherstellung der Landschaft. Grundwasser wird durch unterirdische Brunnen gewonnen, wobei Wartung, Wassergefahr und Belüftung kritische Faktoren sind. Die Mülltrennung und fachgerechte Entsorgung der täglich anfallenden Abfallmengen stellen eine wachsende Herausforderung dar.
Energieträger
Natürliche Ressourcen werden in Energie umgewandelt, die in Industrie, Verkehr und im privaten Bereich genutzt wird. Man unterscheidet zwischen:
- Traditionellen Energiequellen: Nicht erneuerbar, verbrauchen sich schnell und verursachen Umweltverschmutzung.
- Alternativen Energiequellen: Nachhaltig, umweltfreundlich und zukunftsorientiert.
Energieerzeugung
- Wasserkraft: Nutzung von Wasserbewegungen zum Antrieb von Turbinen und Generatoren (emissionsfrei).
- Thermoelektrische Energie: Nutzung von Dampf zur Stromerzeugung.
- Kernenergie: Energiegewinnung durch Kernspaltung von Uran; erzeugt viel Wärme, aber auch radioaktive Abfälle.
- Solarenergie: Nutzung der Sonnenstrahlung durch Photovoltaik oder thermische Anlagen.
- Windenergie: Nutzung der Windkraft.
- Geothermie: Nutzung der Erdwärme in spezifischen Regionen.
- Gezeitenenergie: Nutzung von Meeresströmungen und Gezeiten.
- Bioenergie: Energiegewinnung aus Biomasse (pflanzliche/tierische Stoffe) oder Biogas aus Gärprozessen.
Industrielle Aktivitäten: Historische Entwicklung
- Handwerk (13. bis 18. Jahrhundert): Handarbeit mit einfachen Werkzeugen; Zünfte organisierten die Produktion in spezialisierten Straßen.
- Industrialisierung (18. bis 19. Jahrhundert): Einsatz von Maschinen (Wasser- oder Dampfkraft), was die Produktion steigerte und Kosten senkte.
- Gegenwart (20. Jahrhundert bis heute): Automatisierung, Computertechnik und Robotik führen zu einer effizienteren Produktion bei geringerem Personaleinsatz.
Industrietypen
- Schwerindustrie (IBP): Herstellung von Halbfertigprodukten; erfordert große Anlagen und hohes Kapital.
- Leichtindustrie (IBUC): Herstellung von Konsumgütern für den direkten Markt; erfordert kleinere Anlagen und weniger Kapital.
Unternehmensstrukturen
- Nach Größe: Kleinunternehmen (bis 50 Mitarbeiter), mittlere Unternehmen (bis 250 Mitarbeiter), Großunternehmen (über 250 Mitarbeiter).
- Nach Organisation: Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Aktiengesellschaft (AG).
- Nach Kapitalherkunft: Öffentliche Unternehmen (Staat) oder Privatunternehmen (Privateigentümer).
- Nach Unternehmenskonzentration:
- Horizontal: Zusammenschluss von Unternehmen desselben Sektors.
- Vertikal: Zusammenschluss von Unternehmen verschiedener Produktionsstufen.