Sekundäre Sozialisation und soziale Entwicklung
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Sekundäre Sozialisation: Merkmale und Besonderheiten
Die sekundäre Sozialisation ist nicht ausschließlich auf eine bestimmte Phase des Lebens beschränkt; jeder Lebensabschnitt hat seine eigenen Besonderheiten. Sie umfasst Anpassungsmaßnahmen an veränderte Rahmenbedingungen oder neue Umstände. Dabei wird sowohl auf affektive als auch auf sonstige Interessen reagiert. Dieser Prozess kann wissentlich und absichtlich erfolgen. Es handelt sich um eine weniger intensive Sozialisation, die jedoch einfacher verläuft, wenn die primäre Sozialisation emotional gefestigt war.
Beispiele für sekundäre Sozialisation
- Neuausrichtung unseres Verhaltens an den Strukturen einer neuen Schule.
- Internalisierung der Besonderheiten der Gemeinschaft, der wir angehören.
- Assimilation der Normen und Werte der neuen Umgebung.
- Assimilation der Normen und Werte, um darin zu leben.
Mechanismen der Sozialisation
Genau wie in der primären Sozialisation sind die Mechanismen hier klare Kommunikation und Übertragung.
Zusammenarbeit, Aggression und Gewalt
Aggression und Gewalt wurden von Thomas Hobbes als Elemente angesehen, die der menschlichen Natur innewohnen. Er glaubte, der Mensch sei im Wesentlichen ein selbstsüchtiges Wesen, das nur seinen eigenen Vorteil sucht, was den natürlichen Nutzen darstellt. Laut Hobbes stehen bei Menschen zunächst Konkurrenz und Rivalität im Vordergrund, während Zusammenarbeit und Solidarität erst später entstehen.
Soziologischer Darwinismus
Individuen und Arten entwickeln sich weiter, indem sie Gesellschaften bilden. Einer der verschiedenen Mechanismen, die diesen Fortschritt fördern, ist der Kampf ums Überleben. Hierbei wird der Konflikt als ein wesentlicher Mechanismus für das Fortschreiten der menschlichen Spezies betrachtet.
Externe Faktoren
Gewalt und Konflikte im gesellschaftlichen Leben sind kein fester Bestandteil der menschlichen Natur. Die menschliche Natur ist von Natur aus nicht aggressiv oder wettbewerbsorientiert, sondern wird es allenfalls aus Notwendigkeit.
Soziale Harmonie und Disharmonie
Menschen leben in zwei gegenläufigen Tendenzen: der Neigung zum Zusammenleben mit anderen, aber auch der Konfrontation und Opposition, die in jeder Gesellschaft existiert. Harmonie und Zusammenarbeit stehen der Disharmonie gegenüber, die durch Rivalität verursacht wird. Es sollte der besondere Charakter des Menschen berücksichtigt werden, der im Wesentlichen human und gesellig ist. Er benötigt und wünscht sich die Gesellschaft und die Anerkennung anderer. Andererseits lebt er in der Furcht, dass die Gesellschaft ihn vereinnahmt, woraus die Notwendigkeit zur Individualisierung entsteht. Eng damit verbunden sind das Bedürfnis nach Privatsphäre und Einsamkeit; jeder Mensch muss seinen eigenen Raum haben.
Der Prozess der Sozialisation
Wir leben in einer Gesellschaft und benötigen dafür eine Reihe von Fähigkeiten und Kenntnissen. Ob wir sprechen, eine Sprache beherrschen, ähnliche Überzeugungen und Weltanschauungen teilen oder bestimmte Bräuche pflegen – der Prozess des Erwerbs und der Assimilation dieser Fähigkeiten und Glaubensmuster heißt Sozialisation.
Definition der Sozialisation
Die Sozialisation ist der Lernprozess, durch den wir uns in die Gemeinschaft integrieren, in der wir leben. Sie besteht im Grunde aus dem Erwerb und der Internalisierung der Grundsätze, Regeln und Gewohnheiten der jeweiligen Kultur. Diese Assimilation ermöglicht es uns, uns mit unserer Gruppe zu identifizieren, sodass wir uns als echte Mitglieder fühlen. Dank der Sozialisierung bauen wir emotionale Beziehungen auf, die für ein reiches und erfülltes Leben notwendig sind. Darüber hinaus werden unser Verhalten und unsere Persönlichkeit modelliert. Durch die Vergesellschaftung integrieren wir uns nicht nur in die Gemeinschaft, sondern bilden uns auch als Individuen heraus.