Der Sicherheitsprozess: Von der Wahrnehmung zur Umsetzung

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Der Sicherheitsprozess

Ein Sicherheitsprozess entwickelt sich meist in unterschiedlichen Phasen: Wahrnehmung, Erkenntnis, Entscheidung, Handeln und Verwaltung.

Wahrnehmung

Die Wahrnehmung ist der Ausgangspunkt des Prozesses. Sicherheit betrifft die nachfolgenden Stufen der Erkenntnis, Entscheidung und des Handelns. Alle Aktivitäten, Sicherheitsentscheidungen und Wahrnehmungen hängen maßgeblich von präzisen und relevanten Reizen, deren korrekter Interpretation und schließlich deren Kommunikation ab.

Wahrnehmungen können nur dann korrekt interpretiert werden, wenn sie durch einen geeigneten Erkenntnisprozess in Wissen umgewandelt werden. Dies erfordert zunächst die Ermittlung von Gefahren sowie die Erstellung von Profilen und Kommunikationslinien zur Annahme und Verarbeitung.

Erkenntnis

Die Erkenntnis bezieht sich auf die mentalen Prozesse des Erkennens, Wahrnehmens und Beurteilens, die es Menschen ermöglichen, die Welt um sie herum zu interpretieren. Wir können nur erkennen, was wir bereits kennen. Alles basiert darauf, wie wir es validieren. In diesem Sicherheitsprozess muss schnell gehandelt werden, oft unter hohem Konfliktdruck, bei dem Emotionen den Entscheidungsprozess beeinflussen.

Entscheidung

Die Phase der Entscheidung besteht aus folgenden Schritten:

  • Qualitative und quantitative Analyse: Bewertung jeder Maßnahme unter Einsatz technischer Analysen, unter Berücksichtigung der Dynamik des Antagonismus sowie psychologischer und politischer Implikationen.
  • Auswahl der besten Vorgehensweise: Strategische Kombination verschiedener Maßnahmen (Personal, Systeme etc.) für einen einzigen Zweck.

Verwaltung

Diese Phase umfasst zwei Schritte:

  1. Umsetzung der gewählten Vorgehensweise: Bewältigung von Problemen wie Kommunikation zwischen Entscheidern, Planern und der Exekutive sowie der politische Prozess von Verhandlungen.
  2. Auswertung der Ergebnisse: Die Überprüfung der Maßnahmen kann der Auftakt für eine neue Problemanalyse sein.

Definition des Problems

Ein Problem setzt sich oft aus verschiedenen Teilproblemen zusammen, die jeweils einen eigenen Kontext und unterschiedliche Prioritäten haben. Es ist notwendig, den Kontext zu definieren, in dem das Sicherheitsproblem auftritt. Die Bellacicco-Methodik hilft dabei, den Ausgangszustand und den Zielzustand zu identifizieren und das Problem in kleinere, überschaubare Teilbereiche zu zerlegen.

Ebenen der Entscheidungsfindung

Entscheidungen über die Sicherheit erfolgen auf drei Ebenen:

  • Strategische Ebene: Höchste Ebene; hier werden Sicherheitspolitik, Pläne und Krisenstrategien festgelegt.
  • Administrative Ebene: Verantwortlich für die Zuweisung von Zuständigkeiten, Organisation, Ressourcen und die Entwicklung von Spezifikationen.
  • Taktische Ebene: Entwicklung von Sicherheitsprojekten, Planung von Aktivitäten, Überwachung und Kontrollen.

Sicherheitsprogramm oder -plan

Die Formulierung eines Sicherheitsprogramms ist ein wesentlicher Teil der Problemlösung und ein Verwaltungsprozess. Der Sicherheitsbeauftragte erhält Informationen über die Machbarkeit und Wirksamkeit der Maßnahmen. Ein Sicherheitsprogramm ist eine Mittelzuweisung für sechs grundlegende Komponenten eines Sicherheitssystems:

  1. Intelligenz
  2. Menschen
  3. Strukturen
  4. Systeme
  5. Pläne und Verfahren
  6. Kontrollen

Es erfordert eine detaillierte Antwort auf die sechs W-Fragen: Was, Wer, Warum, Wo, Wann und Wie.

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