Simón Bolívar: Leben, Erbe und der Weg in die Unabhängigkeit

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Die Rolle der Familie Bolívar in der Kolonialzeit

Die Familie Bolívar bekleidete während der Eroberung und Kolonisation wichtige Positionen, wofür sie mit Land und Minen in der Provinz Caracas belohnt wurde.

Vermögensaufbau und gesellschaftlicher Status

Die Bolívars festigten und steigerten ihr Vermögen durch den Besitz großer Ländereien und Sklaven. Ihr Ansehen verdankten sie ihrem immensen Reichtum, der sich aus folgenden Quellen speiste:

  • Große Plantagen
  • Mühlen (Trapiches)
  • Viehbestände
  • Sklaven
  • Zahlreiche Häuser

Hintergründe der Verschwörungen gegen die Krone

Die Hauptaufgabe von Simón Bolívar bestand zunächst in der Verwaltung seines geerbten Großgrundbesitzes.

Konflikte innerhalb der Familie

Ein Streit zwischen den Familienmitgliedern entbrannte, als Bolívar aus seinem Haus ausgewiesen werden sollte. Sein Onkel Carlos Palacios forderte dies, doch Bolívar reagierte entschlossen: „Sie können mit meinem Eigentum machen, was sie wollen, aber nicht mit meiner Person. Ich kann nicht leugnen, dass ich es mag, in diesem Haus zu leben.“ In der Folge lief Bolívar von zu Hause weg.

Kindheit und Charakterbildung

Aufgrund seines zarten Gesundheitszustands wurde Bolívar in seiner Kindheit besonders umsorgt. Schon früh zeigten sich bei ihm:

  • Hohe Intelligenz
  • Besonderes Talent
  • Spontaneität
  • Rebellischer Geist

Er wuchs in einer Welt zwischen großem Komfort und strenger Erziehung auf. Eine prägende Figur seiner Kindheit war der „Tyrann Aguirre“, eine Gestalt aus den Geschichten, die Simóns Sklaven erzählten.

Das Erbe und der Nachlass

Das Vermögen der Bolívars setzte sich aus verschiedenen Gütern zusammen, darunter:

  • Die Kakao-Plantage und das Haus „La Cuadra Bolívar“
  • Die Kupferminen von Aroa
  • Die Mühle in San Mateo
  • Möbel, Besteck und Glaswaren

Nach seinem Tod vermachte Bolívar sein Erbe an Maria Antonia, Juana, Juan, Fernando, Felicia, Anacleto (Sohn von Maria Antonia) sowie seinen Butler José Palacios. Dass er zum Zeitpunkt seines Todes nur ein einfaches Hemd trug, lag daran, dass sein gesamtes Gepäck in Cartagena, Kolumbien, zurückgeblieben war.

Der Weg zur Unabhängigkeit

Wie erfuhren die Venezolaner von den Ereignissen in Spanien? Die Nachrichten wurden durch Andrés Bello aus Zeitungen übersetzt. Zudem traf im Juli der französische Kommandeur Paul de Lamanon im Hafen von La Guaira ein, um die Anerkennung von Joseph Bonaparte zu fordern.

Die Reaktion in Caracas war eindeutig: Die Bevölkerung wies den französischen Kommandanten zurück, rief „Viva Fernando VII und Tod Napoleon!“ und bekundete ihre Treue zur spanischen Krone.

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