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In den 1920er Jahren formuliert Le Corbusier fünf Punkte als zentrale Merkmale der neuen Architektur.

Die Stützen

Le Corbusier trennt konsequent tragende und nicht tragende, raumabschließende Elemente. Durch die freistehende Stützen macht er sein Bauwerk zu einem „schwebenden Kasten“, dessen Sockel mit der Rasenfläche eine Einheit bildet.

Der Dachgarten

Anstatt eines konventionellen Steildaches verwendet Le Corbusier nahezu ausschließlich Flachdächer. Das Flachdach wird zu begehbaren Terrasse und kann bepflanzt werden. Das Gebäude hebt sich durch seine Horizontalität deutlich gegen den Himmel ab.

Die freie Grundrissgestaltung

Durch den Einsatz des Pfostensystems sind kaum Grenzen in der Gestaltung des Grundrisses gesetzt. Durch die Verwendung von Stahlbeton benötigt das Haus keine tragende Mauern mehr und somit müssen die Mauern nicht mehr übereinander liegen. Die Pfosten tragen die Decken und der Grundriss kann wie bereits erwähnt frei gestaltet werden. Leichte Trennwände zwischen den Bereichen genügen.

Die freie Fassadengestaltung

Wird die Fassade nicht durch Außenmauern des Raumes zwischen den Eisenbetonpfosten gebildet, sondern die Decke hervorstehend ausgeführt und die Fassade vor den Pfosten aufgemauert, so entsteht eine völlig freie Fassade, die unabhängig von der inneren Einteilung gestaltet werden kann. Ihre Gestaltung wird von den Aussichten bestimmt, die man von innen hat.

Das Langfenster

Da die Fassaden nicht Tragend sind und durch die Verwendung von Eisenbeton und des Pfostensystems, können die Fassaden von langen Fenstern durchbrochen werden. Anstatt der bis dahin üblichen Hochfenster verwendet Le Corbusier breite Fenster und erreicht dadurch eine deutlich bessere und gleichmäßigere Belichtung, dh. Helligkeit und Transparenz.


Massivbau (Flächenbau)

Tragwerk und Raumabschluss sind beim Massivbau identisch. Die Standfestigkeit wird durch die Verteilung der Lasten über eine große Fläche des Bauwerkes gesichert. Wie der ebenfalls gebräuchliche Begriff Flächenbau ausdrückt, ist die Wandfläche gleichzeitig Tragwerk und Umschließung für den Raum. Sie erfüllt aber neben ihrer konstruktiven, Last tragenden, auch isolierende und andere Funktionen (Bürgen, Paläste, romanische Kirchen, Wohnbauten u. A.). In der Fassade befinden sich ausgesparte Öffnungen für Türen und Fenster. Ein Vergleich zwischen einem Turm in Massivbauweise und einem Turm in Skelettbauweise ,die etwa zeitgleich entstanden, macht die Auswirkung von Konstruktionsprinzipien auf Ästhetik und Formgebung deutlich. Die Massivbauweise wird eher für Wohnhäuser angewendet. In Gebieten mit höherer Erdbebebengefahr ist dagegen die Skelettbauweise meistens Pflicht.

Beim Skelettbau (Gliederbau) wird die Standfestigkeit des Bauwerkes durch die Aufspaltung der Last in immer kleinere Anteile erreicht, die durch einzelne Tragelemente (Skelett) aufgefangen werden können. Im Gegensatz zum Massivbau trägt ein Rahmengerüst die entlasteten, dazwischen gespannten Wände. Das tragende Skelett bestimmt die Form des Baukörpers. Es kann außen sichtbar bleiben, verputzt oder verkleidet sein. Beim Skelettbau wird das Gebäude aus Pfeilern und Unterzügen errichtet. Dieses Skelett hat statisch gesehen die Hauptfunktion. Die Wand (und oft auch Deckenflächen) werden dann mit Plattenteilen ausgefüllt.

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