Sinnesorgane und Verdauungssystem: Aufbau und Funktion
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T.2.6 Organe: Sinneswahrnehmung
Auditorisches System
Das Ohr besteht aus drei Teilen: Außenohr, Mittelohr und Innenohr.
Außenohr
Es besteht aus der Ohrmuschel, dem Gehörgang und dem Trommelfell. Es ist für die Erfassung und Übermittlung von Schallwellen in das Mittelohr verantwortlich. Der Gehörgang enthält kleine Haare und wachs-produzierende Drüsen, die zum Schutz des Inneren dienen. Das Trommelfell ist eine Membran, die das Außenohr vom Mittelohr trennt.
Mittelohr
Es besteht aus der Paukenhöhle, die nach außen durch das Trommelfell und nach innen durch das ovale und das runde Fenster begrenzt wird. Zudem verbindet die Eustachische Röhre das Mittelohr mit dem Rachen, was für den Druckausgleich sorgt. Die Gehörknöchelchen – Hammer, Amboss und Steigbügel – übertragen die Schallwellen in das Innenohr.
Innenohr
Es ist in zwei Kammern unterteilt, die mit Endolymphe gefüllt sind: der Utriculus mit den Bogengängen und der Sacculus, der in einen spiralförmigen Kanal, die Cochlea (Schnecke), übergeht. Wenn Schall das Innenohr erreicht, bewegt sich die Endolymphe und stimuliert die Sinneszellen, die den Hörnerv aktivieren. Die Sinneszellen in den Bogengängen sind für den Gleichgewichtssinn zuständig.
Sehsinn
Das Auge besteht aus drei Schichten: Sklera, Aderhaut und Netzhaut.
Sklera (Lederhaut)
Eine undurchsichtige, weißliche Schicht. Im vorderen Bereich bildet sie die konvexe, transparente Hornhaut, die den Lichteintritt ermöglicht.
Aderhaut
Sie liegt unter der Sklera. Vorne befindet sich die Iris, die für die Augenfarbe verantwortlich ist. In ihrer Mitte liegt die Pupille, die den Lichteinfall reguliert.
Netzhaut (Retina)
Die innerste Schicht enthält die Sinneszellen: Stäbchen für das Hell-Dunkel-Sehen und Zapfen für das Farbsehen.
Der Augapfel enthält zudem zwei Kammern: den Glaskörper (hintere Schicht, gallertartig) und die vordere Augenkammer (mit Flüssigkeit gefüllt). Beide sind durch die Linse (Cristalino) getrennt.
Geruchssinn
Die Nase besteht aus:
- Atemwegsschleimhaut: Liegt im unteren Teil der Nase und dient der Erwärmung und Filterung der Atemluft.
- Riechschleimhaut: Liegt in der Spitze der Nasenhöhle. Sie enthält bipolare Zellen, die Gerüche erkennen und Impulse an den Riechkolben weiterleiten.
Geschmackssinn
Geschmacksknospen befinden sich im Rachen, am Gaumen und auf der Zunge. Jede Papille besteht aus Geschmackszellen, die mit Nervenfasern verbunden sind, und Stützzellen. Der Geschmack wird durch das Zusammenspiel von Zunge und Nase bestimmt.
Tastsinn
Die Haut besteht aus drei Schichten:
- Epidermis (Oberhaut): Besteht aus mehrschichtigem Plattenepithel. Die äußeren Zellen sind verhornt und abgestorben. Sie enthält Melanin zum Schutz vor UV-Strahlung und Talgdrüsen.
- Dermis (Lederhaut): Besteht aus Bindegewebe für Festigkeit und Flexibilität. Sie enthält freie Nervenendigungen (Schmerz, Temperatur), Schweißdrüsen, Haarfollikel und Blutgefäße.
- Subkutis (Unterhaut): Besteht aus Fettgewebe (Adipozyten). Sie dient der thermischen Isolation und dem Schutz vor Stößen.
Punkt 3: Ernährung
Ernährung ist die Basis für Energie und Materie zur Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen. Unsere Ernährung ist heterotroph.
Verdauungssystem (T.3.1)
Struktur
- Mund: Eingang des Verdauungstrakts mit Lippen, Zähnen, Zunge und Gaumen.
- Pharynx (Rachen): Verbindung zwischen Mund/Nase und Speiseröhre/Kehlkopf.
- Ösophagus (Speiseröhre): Röhre zum Magen.
- Magen: Unterteilt in Kardia, Fundus, Magenkörper und Pylorus.
- Dünndarm: Ca. 7 Meter lang, unterteilt in Duodenum, Jejunum und Ileum. Enthält Zotten und Mikrovilli.
- Dickdarm (Colon): Beginnt mit dem Blinddarm (inkl. Appendix). Keine Zotten.
- Rektum und Anus: Endabschnitt des Verdauungstrakts.
Anhangsdrüsen
- Speicheldrüsen: Parotis, sublingual und submandibulär. Schmieren die Nahrung.
- Leber: Produziert Galle zur Fettverdauung.
- Pankreas: Produziert Insulin und Verdauungsenzyme.
Verdauungsprozess
- Kauen: Mechanische Zerkleinerung und Vermischung mit Speichel (Ptyalin spaltet Stärke).
- Schlucken: Transport des Bolus in die Speiseröhre; Epiglottis verschließt die Luftröhre.
- Magenverdauung: Durchmischung mit Magensaft (Salzsäure, Enzyme). Der Speisebrei (Chymus) gelangt in den Zwölffingerdarm.
- Resorption: Aufnahme der Nährstoffe im Dünndarm.
- Ausscheidung: Unverdauliche Reste werden im Dickdarm durch Bakterien zersetzt und über den After ausgeschieden.