Software-Entwicklungsmodelle: Inkrementell und Spiral
Eingeordnet in Elektronik
Geschrieben am in
mit einer Größe von 2,48 KB
Inkrementelles Modell
Das inkrementelle Modell adressiert die Notwendigkeit einer nicht-linearen Abfolge von Entwicklungsschritten. Dabei wird das Software-System durch den Aufbau funktionaler Komponenten entwickelt. Die Software wird nicht mehr als ein einziges monolithisches Gebilde zum festgesetzten Lieferzeitpunkt betrachtet, sondern als eine Integration der Ergebnisse, die nach jeder Iteration nacheinander gewonnen werden.
Das inkrementelle Modell ist für Umgebungen mit hoher Unsicherheit geeignet, da es keine umfassende Reihe von Anforderungen, Spezifikationen oder Konstruktionen von Beginn an erfordert.
Es stellt eine Verbesserung gegenüber dem Wasserfall-Modell dar und löst dessen Probleme:
- Ermöglicht kontinuierliche Änderungen der Anforderungen.
- Erleichtert die Überprüfung der Gültigkeit von Bedingungen.
- Fehler in den Anforderungen werden frühzeitig erkannt und sind weniger kostspielig als im Wasserfall-Modell.
Spiral-Modell
Das Spiral-Modell besteht aus einer Reihe von Zyklen. Jeder Zyklus beginnt mit der Festlegung von Zielen, Alternativen und Einschränkungen.
Phasen des Spiral-Zyklus
Der Zyklus beginnt mit der Identifizierung von:
- Zweck: Der Teil des Produkts, der ausgearbeitet werden soll (Leistung, Funktionalität, Anpassung).
- Alternativen: Die wichtigsten Möglichkeiten zur Durchführung dieses Teils (z. B. Technologie, Software-Wiederverwendung oder spezifische Methoden).
- Beschränkungen: Die für jede Alternative auferlegten Einschränkungen.
Der zweite Schritt besteht darin, die verschiedenen Alternativen unter Berücksichtigung der Ziele und Einschränkungen zu bewerten. Bei Erfolg und identifizierten Risiken beinhaltet der nächste Schritt die Ausarbeitung einer kosteneffizienten Strategie, um diese Risiken anzugehen. Der dritte Schritt umfasst die Überprüfung der Ergebnisse der Risikoanalyse, gefolgt von der Planung des nächsten Abschnitts.
Anwendungshinweise
Das Spiral-Modell kann in den meisten Fällen angewandt werden, erfordert jedoch in bestimmten Situationen Expertise:
- Software-Verträge: Es funktioniert gut bei internen Entwicklungen, erfordert jedoch bei Outsourcing spätere Anpassungen.
- Risikomanagement: Es besteht die Notwendigkeit für Experten, die Projektrisiken identifizieren und verwalten können.