Soziale Akteure und Stadtstruktur in Spanien

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Die Stadtverwaltung im öffentlichen Dienst

Der wichtigste städtische Akteur ist das Rathaus. Es ist ein politisches Gremium, das Maßnahmen zur Verbesserung und Entwicklung von Dienstleistungen sowie den Komfort der Stadt entwickelt. Zu seinen Aufgaben gehören die Erstellung allgemeiner Stadtentwicklungspläne, die sanitäre Grundversorgung, der Schutz der städtischen Umwelt sowie Sauberkeit und Sicherheit. Oft beherbergt die Stadt auch andere Behörden (Kreisräte, regionale Beiräte).

Die privaten Akteure

Wirtschaftsverbände sollen die Interessen der lokalen Unternehmer verteidigen. Auch Gewerkschaften agieren auf städtischer Ebene, wobei es ihre Aufgabe ist, die Rechte der Arbeitnehmer zu schützen. Gemeinnützige Bürgervereinigungen weisen sehr unterschiedliche Profile auf – mal spezifisch, mal allgemein ausgerichtet.

Soziale Klassen und ihre räumliche Verteilung

Der soziale Hintergrund der spanischen Stadt lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Historische Zentren: Dies sind Orte gegensätzlicher sozialer Klassen. Hier finden sich traditionelle Schichten, unter denen es auch Migrantengruppen gibt. Oft kam es zu Erneuerungsprozessen, die zur Verdrängung der ursprünglichen Bevölkerung führten, welche durch professionelle mittlere und obere Mittelschichten ersetzt wurden. Manchmal hat das Fehlen öffentlicher und privater Maßnahmen zur Marginalisierung ganzer Stadtteile geführt. Zudem sind Obdachlose häufig in zentralen, historischen Bereichen sowie in den Erweiterungsgebieten anzutreffen.
  • Erweiterungsgebiete (Ensanches): Die Erweiterungen der meisten spanischen Städte werden von der Mittel-, Mittel-Ober- und Oberschicht bewohnt. Die ersten, zwischen den 1950er und 1960er Jahren erbauten Bereiche bestehen in der Regel aus Wohnblöcken. In diesen ersten Zonen wurden oft an den äußeren Rändern Gartenstadt-Viertel errichtet, die diesen Charakter bis heute bewahrt haben.
  • Äußere Zonen: Die ab den 1980er Jahren errichteten Wohnblöcke werden meist von der Mittelschicht bewohnt. Dasselbe gilt für die großflächigen Siedlungen mit Reihenhäusern an den städtischen Rändern und in den Ballungsräumen.
  • Vorstadtumgebung: Hier wechseln sich oft sehr unterschiedliche soziale Schichten ab. Die wohlhabenderen Schichten neigen dazu, sich in Vierteln mit guter Infrastruktur anzusiedeln, während sich in denselben Bereichen auch Viertel der unteren Klassen oder sogar marginalisierte Gebiete befinden. In den letzten Jahren hat sich das Phänomen der Slumbildung durch die Integration einiger Einwanderergruppen verringert.

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