Soziale Bewegungen und Opposition gegen Franco

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Die sozialen Bewegungen der Opposition

Der Protest der Arbeitnehmervertreter war in den 1960er Jahren die Hauptquelle sozialer Spannungen, die durch die Intensität der Streiks und Forderungen der Arbeitnehmer wuchs. Die Arbeitskämpfe nahmen dramatisch zu, insbesondere in industriellen Zentren wie Asturien, Barcelona, Madrid und Vigo.

Im Jahr 1962 fand in Asturien ein Bergarbeiterstreik statt, der sich auf die wichtigsten industriellen Zentren des Landes ausbreitete.

Die Unruhen auf dem Arbeitsmarkt stimulierten die Entstehung von Gewerkschaften außerhalb des offiziellen Systems. Im Jahr 1964 gründeten sich in Barcelona die Arbeiterkommissionen (Comisiones Obreras), eine Gewerkschaft, die eine unabhängige und demokratische Politik des Arbeitskampfes förderte. Die neue Organisation kombinierte illegale Handlungen (Streiks) mit öffentlicher Bekanntmachung. Später wurde 1967 die Unión Sindical Obrera gegründet.

Ein zweites Element der Reaktion war die Studentenbewegung. Im Jahr 1966 bildeten Studenten der Universität Barcelona die Demokratische Studentengewerkschaft (SDEUB), um sich von der offiziellen Gewerkschaft zu lösen und künftige Proteste zu organisieren.

In den 1970er Jahren entstanden weitere soziale Bewegungen, unter denen die Nachbarschaftsorganisationen große Bedeutung erlangten.

Die Verbreitung der Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils und die Sorge um soziale Ungerechtigkeit führten innerhalb der katholischen Kirche zur Entstehung kritischer Haltungen gegenüber der Diktatur. Der Wunsch nach Demokratisierung erreichte auch die Reihen der Armee, wo eine Gruppe von Offizieren die Militärische Demokratische Union gründete.

Die antifranquistischen Fraktionen

Die Ausweitung der sozialen Unruhen führte zur Entstehung einer organisierten politischen Opposition gegen Franco.

In Katalonien war die Vereinigte Sozialistische Partei Kataloniens (PSUC) die wichtigste Untergrundorganisation. Ebenso spielten soziale Organisationen wie die Arbeiterfront von Katalonien (1961) und die Katalanische Sozialistische Bewegung eine wichtige Rolle. Andere Fraktionen waren zwar weniger aktiv, aber symbolisch präsent: die Demokratische Union von Katalonien, die Frente Nacional de Catalunya und die Esquerra Republicana. Zur Koordinierung der Opposition wurde 1969 der Koordinierungsausschuss der politischen Kräfte von Katalonien geschaffen. Im Jahr 1974 gründete sich die Demokratische Konvergenz von Katalonien.

Im Rest des Staates war die Kommunistische Partei Spaniens die aktivste Gruppe. Der moderate Widerstand wurde durch christliche Demokraten vertreten. Im Jahr 1962 nahmen einige antifranquistische politische Kräfte am vierten Kongress der Europäischen Bewegung teil, was Franco als „Verschwörung von München“ bezeichnete.

Im Baskenland behielt die BSP ihre Struktur bei, doch die wichtigste Neugründung war die ETA (Euskadi Ta Askatasuna: Baskenland und Freiheit) im Jahr 1959.

Die kulturelle Wiederbelebung Kataloniens

Aus dem Aufruf zur Nutzung der katalanischen Sprache entstand eine kulturelle Erneuerung, die eine gewisse Toleranz des Regimes erfuhr. So entstand eine katalanische Bürgerbewegung.

Diese Bewegung der kulturellen Erneuerung wurde von Protestaktionen zur Verteidigung der katalanischen Sprache und der demokratischen Freiheiten begleitet. Bemerkenswerte Ereignisse waren die Proteste im Palau de la Música Catalana in Barcelona (1960) sowie die Kampagnen „Wir wollen katalanische Bischöfe“ und für die „katalanische Schule“. Zudem entstand eine pädagogische Bewegung (Rosa Sensat), die Einfluss auf die Lehrerausbildung nahm und die Demokratisierung sowie die katalanische Bildung förderte.

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