Soziale Eingliederung und Suchthilfe: Strategien und Konzepte
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B. Support für die soziale Eingliederung von Drogenkonsumenten
Um die wirtschaftliche Selbstständigkeit zu fördern und Raum für persönliche, familiäre und soziale Bedürfnisse sowie Wohn- und Arbeitsplatzanforderungen zu schaffen, werden folgende Programme entwickelt:
- Basistrainings: Soziale Fähigkeiten und Kenntnisse für den Arbeitsmarktzugang (Schul-Workshops, FPO, etc.)
- Arbeitsintegrationsprogramme: Abkommen mit Unternehmen und Kommunen
- Wohnförderprogramme
- Tageszentren: Eine Ressource zwischen ambulanter und stationärer Betreuung
C. Netzwerk spezieller Einrichtungen für Drogenabhängige
- Ambulante Tageszentren: Umfassende Betreuung als Gateway zum System.
- Entgiftungseinheiten: Unabhängige Räume, die Betreuung und umweltbezogene Aktivitäten bieten.
- Therapeutische Gemeinschaften: Stationäre Einrichtungen.
- Methadon-Kliniken: Ambulante Zentren zur Opioid-Substitution.
- Mobile Einheiten: Intervention im direkten Lebensumfeld der Betroffenen.
Der Bedarf variiert je nach Person, weshalb spezifische Programme erforderlich sind. Im Gefängnis ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung drogenabhängig. Inhaftierten werden Entgiftungsprogramme, Arbeitsintegration und Schadensminderung angeboten. Spritzentauschprogramme entwickeln sich jedoch nur langsam.
Prävention und lokale Gemeinschaft
Die wichtigste Strategie zur Suchtprävention ist die Risikoprävention. Hierbei sind der Beitrag der lokalen Gemeinschaft und die Beteiligung aller Akteure entscheidend.
Artikel 14: Pluralismus der öffentlichen Wohlfahrt
1. Öffentlicher Sektor und die Krise des Sozialstaats
In jüngster Zeit gerät der Wohlfahrtsstaat in eine Krise. Steigende Anforderungen und eine wachsende Vielfalt an Bedürfnissen führen zu höheren Sozialausgaben, während die Bemessungsgrundlagen sinken. Symptome dieser Krise sind:
- Staat als Händler: Ungerechte Mittelverteilung und wachsende Kluft zwischen Einkommensschichten.
- Staat als Manager: Überforderung durch steigende soziale Anforderungen.
- Staat als Anwalt: Staatsausgaben übersteigen die finanziellen Möglichkeiten.
Diese Krise hat zur Revitalisierung der Zivilgesellschaft geführt. Bisher zentrale Aktivitäten werden zunehmend dezentralisiert oder durch ehrenamtliche Einrichtungen übernommen.
Die Regierung fördert freiwillige Maßnahmen durch Subventionen, Steuererleichterungen und Serviceverträge. Die Unabhängigkeit ehrenamtlicher Einrichtungen bleibt jedoch umstritten, da sie zu einem großen Teil von öffentlichen Finanzmitteln abhängig sind.