Soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung

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30 – Inmitten des wirtschaftlichen Fortschritts entstehen neue Probleme: teurer Wohnraum, Arbeitslosigkeit, Einsamkeit, Individualismus, Gewalt, Armut sowie soziale Ausgrenzung. 31 – Viele Ausgeschlossene leben ohne finanzielle Mittel inmitten sozialer Probleme und eines Mangels an Würde und Werten. 32 – Die Kindheit ist in unseren entwickelten Gesellschaften oft von Armut geprägt; viele leben von weniger als 50 % des durchschnittlich verfügbaren Nettoeinkommens (RDN). In Spanien betrifft dies etwa acht Millionen Menschen bzw. 20 % der Bevölkerung. 33 – Davon betroffen sind Jugendliche, Senioren, Frauen, Migranten, Menschen mit Behinderungen und Obdachlose. 34 – Ein Teil der Gesellschaft fühlt sich bedroht, was Diskriminierung, Individualismus und Intoleranz erzeugt. 35 – Die Lösung beginnt mit der Offenheit für Vielfalt und der gleichberechtigten Aufnahme aller Menschen. 36 – Deshalb muss die Gesellschaft ihre Einstellung ändern und all diesen sozialen und politischen Gruppen Unterstützung durch Bildung und neue Möglichkeiten bieten, um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen und eine Wiedereingliederung zu ermöglichen.

37 – In der Gesellschaft der globalen Kommunikation und der Konzentration von Medien in großen Gruppen ist eine globale Ethik notwendig. 38 – Zudem schafft die Konsumgesellschaft der Ersten Welt eine gravierende Kluft zur Dritten Welt. 39 – Angesichts dieser Ungerechtigkeit und Ungleichheit müssen wir beginnen, fairen Handel zu praktizieren. 40 – Frieden ist nur möglich, wenn eine Kultur geschaffen wird, die Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten überwindet. Dies erfordert Harmonie mit sich selbst und der Natur:

  • Bildung, soziale und wirtschaftliche Entwicklung
  • Achtung des Lebens und der Menschenwürde
  • Gleichheit zwischen Männern und Frauen
  • Demokratische Teilhabe, Verständnis und Toleranz
  • Solidarität und offene Kommunikation
  • Förderung der Sicherheit

41 & 42 – Zusätzlich müssen wir für das Überleben der Menschheit auf das Konzept der nachhaltigen Entwicklung bestehen, welche die Bedürfnisse der Gegenwart erfüllt, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden. 43 – Kurz gesagt: Der aktuelle Wohlstand muss die Rechte künftiger Generationen achten. Dazu gehören die Erhaltung des Lebens, der Schutz des menschlichen Genoms und der biologischen Vielfalt, der Schutz der kulturellen Vielfalt sowie die Verbesserung der sozioökonomischen Entwicklung und Bildung.

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