Soziale und moralische Entwicklung bei Kindern und Gottesbild

Eingeordnet in Religion

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,41 KB

Wechselwirkung zwischen sozialer und moralischer Entwicklung

Es besteht eine gegenseitige Beeinflussung zwischen der sozialen und der moralischen Entwicklung. Moralische Entwicklung gedeiht besonders dann, wenn eine Übereinstimmung zwischen den Verhaltensmustern von Erwachsenen, Lehrern und Freunden besteht.

Gottesbilder im Kindesalter

3 bis 4 Jahre: Die Anfänge

  • Moralischer Aspekt: Kinder entwickeln erste moralische Kriterien und eine ungefähre Vorstellung von Richtig und Falsch.
  • Beziehung zu Gott: Gott wird als jemand ganz Besonderes wahrgenommen, der die Welt erschaffen hat und bewundert wird. Kinder verstehen, dass Gott gut ist, da ihre Eltern dies vermitteln.
  • Empfehlung: Sprechen Sie mit Kindern über Gott als den mächtigen Schöpfer, als guten und schönen Vater sowie über die Schöpfung, die uns liebt und schützt.

5 bis 6 Jahre: Moral und Autorität

  • Moralischer Aspekt: Kinder unterscheiden noch nicht klar zwischen Gut und Böse. Sie denken nach und wiederholen, was Eltern und Lehrer sagen.
  • Soziale Entwicklung: Es entwickelt sich ein Sinn für Gerechtigkeit nach dem Prinzip „Gibst du mir, gebe ich dir“. Es ist wichtig, Respekt, Großzügigkeit und das Teilen zu fördern.
  • Beziehung zu Gott: Gott wird als allmächtiger Schöpfer und guter Vater betrachtet, der uns durch Jesus Liebe schenkt. Die religiöse Erfahrung ist in diesem Alter sehr stark.

6 bis 10 Jahre: Verfeinerung des Gottesbildes

In diesem Alter wandelt sich das Bild Gottes:

  • 6–7 Jahre: Anthropomorphe Darstellungen (z. B. ein alter, bärtiger Mann).
  • 7–10 Jahre: Gott wird als allmächtiger Gesetzgeber und liebender Vater verstanden. Das Bild entwickelt sich vom „Riesen“ hin zu einer unsichtbaren, geistigen Präsenz.

7 bis 8 Jahre: Differenzierung

  • Moralischer Aspekt: Ein klarer evolutionärer Prozess markiert den Übergang. Kinder unterscheiden nun deutlich zwischen Gut und Böse anhand konkreter Beispiele.
  • Beziehung zu Gott: Kinder haben einen spontanen Glauben an ein höchstes Wesen. Sie formen ihr inneres Bild von Gott und festigen ihre persönliche Beziehung zu ihm, überzeugt davon, dass Gott sie liebt.

Verwandte Einträge: