Sozialisation und die Entwicklung der frühen Menschheit

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Sozialisation und die Ursprünge der Menschheit

Historisch gesehen haben Menschen versucht zu erklären, wie die ersten Männer und Frauen auf dem Planeten Erde erschienen sind. Diese Erklärungen waren und sind vielfältig.

Religiöse und mythologische Erklärungsansätze

  • Genesis: Das erste Buch des Alten Testaments beschreibt die Erschaffung der Welt und des Menschen durch Gott.
  • Maya-Mythologie: Die Maya erklärten die Entstehung der Menschen durch die Götter aus Holz und Getreide.

Die wissenschaftliche Perspektive

Die wissenschaftliche Erklärung ist als Theorie der Evolution bekannt, die von dem Engländer Charles Darwin in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Er argumentierte, dass die am besten angepassten Individuen mehr Nachkommen hinterlassen, wodurch sich vorteilhafte Merkmale in einer Art durchsetzen. Andere Arten starben aus, da sie sich nicht anpassen konnten.

Die ersten Gesellschaftsformen

Die älteste aller Gesellschaften ist die Familie. Ursprünglich bleiben Kinder nur so lange mit dem Vater verbunden, wie sie für ihr Überleben auf ihn angewiesen sind. Sobald diese Notwendigkeit entfällt, lösen sich die natürlichen Bande.

Die Familie gilt als das erste Modell politischer Gesellschaften: Das Familienoberhaupt entspricht dem Staatsoberhaupt, während das Volk die Rolle der Kinder einnimmt. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass im Staat das Vergnügen am Befehl die elterliche Liebe ersetzt.

Jäger- und Sammlergesellschaften

Die Steinzeit unterteilt sich in drei Phasen:

  • Altsteinzeit (Paläolithikum): Produktion von grob behauenem Steinwerkzeug.
  • Mittelsteinzeit (Mesolithikum): Übergangsphase.
  • Jungsteinzeit (Neolithikum): Verwendung von komplexerem, poliertem Steinwerkzeug.

Lebensweise der frühen Horden

Die ersten menschlichen Gruppen, sogenannte Banden oder Horden, bestanden meist aus kleinen Gruppen von sieben bis fünfzehn Mitgliedern. Sie betrieben eine räuberische Wirtschaft, da sie keine Landwirtschaft oder Viehzucht kannten. Ihre Nahrung gewannen sie durch:

  • Jagd auf große Säugetiere (z. B. Mammuts)
  • Sammeln von Wurzeln, Blättern und Früchten
  • Fischfang (später entwickelt)

Die Gruppen lebten als Nomaden, die auf der Suche nach Nahrung und Wasser umherzogen. Bei Kälte suchten sie Schutz in Höhlen oder bauten in gemäßigten Klimazonen Hütten aus Ästen. Zwischen 10.000 und 8.000 v. Chr. führte das Ende der Eiszeit zu einer Klimaerwärmung, die die Menschen zwang, ihre Lebensweise und Erwerbstätigkeiten grundlegend anzupassen.

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