Die sozialisierte Rede in der kindlichen Entwicklung
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Die sozialisierte Rede
Die sozialisierte Rede bedeutet, dass das Kind in der Lage ist, eine effektive Kommunikation mit einem Partner durchzuführen. Dabei verwendet es:
1. Angepasste Information
Diese dient dazu, die Gedanken des Kindes zu kommunizieren. Das Kind sagt dem Hörer etwas, das von Interesse sein könnte und dessen Verhalten beeinflusst, was zu einem Austausch, einer Diskussion oder einer Zusammenarbeit führen kann. Die Informationen sind an einen bestimmten Partner gerichtet, der nicht beliebig austauschbar ist. Wenn der Sprecher nicht verstanden wird, besteht das Kind darauf, dass es verstanden wird.
2. Kritik und Spott
Dies sind Kommentare über die Arbeit oder das Verhalten anderer, insbesondere im Hinblick auf einen Partner. Sie dienen dazu, die eigene Überlegenheit zu behaupten und andere zu verunglimpfen. Ihre Aufgabe ist es, Gedanken zu kommunizieren, die nicht unbedingt intellektuell sein müssen, wie etwa Kampfgeist oder Eigenliebe. Sie enthalten in der Regel sehr subjektive Wertungen.
3. Befehle, Bitten und Drohungen
Die Sprache des Kindes dient hierbei in erster Linie Freizeitzwecken. Der intellektuelle Austausch zeigt sich in der angepassten Information am wenigsten; der Rest der sozialisierten Rede wird vor allem in dieser Kategorie behandelt. Während Befehle und Drohungen leicht zu erkennen sind, sind einige Unterscheidungen relevant: Alle Befehle in nicht-interrogativer Form werden als „Bitten“ gewertet, während Befehle in interrogativer Form in die Kategorie der Fragen fallen.
4. Fragen
Die meisten Fragen von Kind zu Kind fordern eine Antwort, sodass sie als Teil der sozialisierten Rede betrachtet werden können. Man muss jedoch vorsichtig sein bei Fragen, die keine Antwort von anderen erfordern, da das Kind dabei allein ist; diese Fragen stellen einen Monolog dar.
5. Antworten
Dies sind die Antworten auf die Fragen selbst (mit Fragezeichen) und auf Befehle. Antworten in Gesprächen, die nicht in die Kategorie „angepasste Informationen“ fallen, gehören hierzu. Antworten sind nicht Teil der Spontansprache des Kindes: Gleichaltrige oder Erwachsene können dem Kind mehr Fragen stellen, damit es mehr reagiert, wodurch der Prozentsatz der sozialisierten Rede steigt. Der Anteil der egozentrischen Sprache hängt von der Aktivität des Kindes ab.