Soziokulturelle Perspektive und weibliche Genitalverstümmelung

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Soziokulturelle Perspektive

Was geschieht?

Die Platzierung von Frauen in traditionellen Rollen (Mutter, Haushalt etc.) führt dazu, dass Frauen in untergeordnete Positionen gedrängt werden und in wirtschaftliche Abhängigkeit geraten. Sie werden von wichtigen Entscheidungen ausgeschlossen und gesellschaftlich in den Hintergrund gedrängt.

Medien

Die Medien tragen im Allgemeinen dazu bei, eine patriarchale Sichtweise zu verewigen.

Weibliche Genitalverstümmelung

Der Begriff weibliche Genitalverstümmelung bezeichnet die teilweise oder gänzliche Entfernung der weiblichen Geschlechtsorgane. Im Volksmund ist dies als Ablation bekannt, wobei verschiedene Arten der Verstümmelung unterschieden werden.

Typen der Verstümmelung

  • Infibulation: Besteht aus der Exzision der Klitoris, der kleinen Schamlippen und der großen Schamlippen. Es bleibt eine kleine Öffnung für den Durchgang von Urin und Menstruationsblut.
  • Klitoridektomie: Die Abtragung der Vorhaut der Klitoris.

Durchführung

Die Verstümmelung wird meist im Alter zwischen vier und acht Jahren durchgeführt, jedoch immer vor der ersten Schwangerschaft. Die Person wird fixiert, und der Eingriff erfolgt mit scharfen Instrumenten (Rasierklingen, Messern oder Glasscherben). Die Praxis findet unter beklagenswerten hygienischen Bedingungen und in der Regel durch Personen ohne medizinische Qualifikation statt.

Verbreitung

Die Praxis ist vor allem in Ostafrika und angrenzenden Ländern verbreitet. Dies hat sowohl medizinische Einrichtungen in den Aufnahmeländern als auch die Zivilgesellschaft alarmiert.

Folgen

Die Folgen können lebensgefährlich sein und zum Tod führen. Zu den unmittelbaren Auswirkungen gehören:

  • Schockzustände
  • Starke Blutungen
  • Harnwegsinfektionen
  • Innere Verletzungen

Da oft keine sterilisierten Instrumente verwendet werden, besteht ein hohes Risiko für die Übertragung von Krankheitserregern. Der sexuelle Akt ist häufig schmerzhaft und erfordert oft einen vorherigen Schnitt. Auch zum Zeitpunkt der Entbindung ist häufig ein erneuter Einschnitt notwendig.

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