Soziolinguistik und Literatur: Mercè Rodoreda und Quim Monzó

Eingeordnet in Spanisch

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,66 KB

Die aktuelle soziolinguistische Situation

Die spanische Verfassung sieht Spanisch als Ko-Amtssprache der Gemeinschaften vor. Im Jahr 1982 wurde das Autonomiestatut der Region Valencia verabschiedet, welches Gesetze zur Standardisierung der Sprache einleitete, um die Koexistenz von Valencianisch und Spanisch zu verankern. Dieses Gesetz wurde 1983 in Alicante als Gesetz zur Nutzung und Vermittlung des Valencianischen verabschiedet.

Mercè Rodoreda (Barcelona, 1908 – Girona, 1983)

Im Jahr 1937 gewann sie mit dem psychologischen Roman Aloma den Crexell-Preis. Nach dem Krieg ging sie ins Exil nach Südfrankreich und in die Schweiz. Ihre literarische Produktion nahm sie in den 1950er Jahren mit der Veröffentlichung von Zweiundzwanzig Geschichten wieder auf.

Ihr bekanntester Roman ist Der Platz der Diamanten (La plaça del Diamant). Er wird in der ersten Person erzählt und schildert das Leben von Natalia in drei historischen Perioden:

  • Vorkriegszeit: Die Protagonistin heiratet Quimet.
  • Kriegszeit: Die Situation verschärft sich durch den Tod ihres Mannes an der Front und wirtschaftliche Schwierigkeiten, die sie daran hindern, ihre Kinder zu ernähren.
  • Nachkriegszeit: Natalia stabilisiert ihr Leben durch die Heirat mit Antonio.

In den 1970er Jahren kehrte sie aus dem Exil zurück und veröffentlichte ihr Spätwerk: Der zerbrochene Spiegel (1974). Dieser Roman ist voller Symbolik und erzählt die Geschichte einer Familie über drei Generationen:

  1. Teresa Goday: Sie stammt aus der Unterschicht und ist die Schöpferin des mythischen Universums der Familie Valldaura.
  2. Sofia Valldaura: Die Tochter von Teresa.
  3. Maria: Die natürliche Tochter von Farriols und Eladi, dem Ehemann von Sofia. Ramon, der Sohn von Sofia und Eladi, verzichtet auf seine Familie und den Besitz der mythischen Welt.

Analyse von „Der zerbrochene Spiegel“

Der zerbrochene Spiegel gilt als das bedeutendste Werk von Mercè Rodoreda. Die Merkmale sind:

  • Dominante Frauenfiguren: Die männlichen Charaktere sind schwach, leicht beeinflussbar, unausgeglichen und frustriert.
  • Fragmentarische Struktur: Alle Charaktere leben in ihrer eigenen Welt.
  • Melodramatische Elemente: Charakteristisch für den feuilletonistischen Roman.
  • Poetische Sprache: Die Sprache zeichnet sich durch eine große Poetizität aus.

Erzählkunst der 70er Jahre

Die Erzähler der 70er Jahre zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • Intimität und Lyrik: Die Geschichte des Romans dient der Erforschung des Erzählers selbst.
  • Kosmopolitismus: Der Wunsch, der engstirnigen Sichtweise zu entkommen, um Modernität, Toleranz und Kultur zu suchen. Reisen werden als Suche nach dem eigenen Selbst verstanden.
  • Reflexion der Moderne: Die Romane zeigen oft eine rebellische Haltung. Auch der Kriminalroman wurde in dieser Zeit geprägt. Diese Generation von Erzählern wurde stark von südamerikanischen Autoren beeinflusst.

Quim Monzó

Sein Werk reflektiert den Alltag in einer von der Moderne geprägten Welt. Durch Deformation und absurde Karikaturen zeigt er die Widersprüche des modernen Lebens auf. Hervorzuheben sind Fie sagte er und Das Ausmaß der Tragödie. Kürzlich veröffentlichte er eine Gesamtausgabe seiner Kurzgeschichten unter dem Titel Achtundachtzig Geschichten.

Verwandte Einträge: