Soziologie-Grundbegriffe: Wichtige Definitionen erklärt

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Grundbegriffe der Soziologie im Überblick

Die Soziologie untersucht das menschliche Zusammenleben, soziale Strukturen und gesellschaftliche Prozesse. Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten soziologischen Grundbegriffe und deren Definitionen.

Soziale Gruppen und Strukturen

  • Soziale Gruppe: Eine Gruppe von Personen, die miteinander interagieren und kommunizieren, gemeinsame Ziele und Standards teilen sowie ein Gefühl der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe haben.
  • Referenzgruppe: Die Gruppe (der man angehört oder nicht), die für eine Person oder eine andere Gruppe die Grundlage bildet, um das eigene Verhalten zu bewerten.
  • Primärgruppe (Primary Group): Eine Ansammlung eng miteinander verbundener Menschen, wie die Familie (auch außerhalb der Familie mit dauerhaften Bindungen).
  • Sekundärgruppe: Eine Gruppe ohne dauerhafte Bindung und Nähe, die in der Regel nur für eine begrenzte Zeit besteht.
  • Soziales Aggregat (Gesamtkapital): Eine Anzahl von Menschen, die vorübergehend denselben Raum teilen. Beispiel: Menschen, die in einer Warteschlange stehen.
  • Soziale Klasse: Eine Gruppe von Menschen mit den gleichen Merkmalen. Beispiel: Schüler, die eine Brille tragen.
  • Status-Typen: Zugeschriebener (zugeordneter) und erworbener (erfasster) Status.

Gesellschaftliche Prozesse

  • Bürokratie: Eine Reihe von schriftlichen Regeln und Vorschriften, die ein hierarchisches System etablieren.
  • Globalisierung: Ein in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begonnener Prozess, der zur zunehmenden Integration der Volkswirtschaften und Gesellschaften in verschiedenen Ländern führt.
  • Singles: Menschen, die es vorziehen, alleine zu leben. In städtischen Gebieten gibt es immer mehr Menschen, die in dieser Lebensform leben.
  • Staatsbürgerschaft (Citizenship): Dieser Begriff bezeichnet die aktive Ausübung von Rechten und Pflichten.
  • Soziale Institutionen (Einrichtungen): Eine Reihe von Ideen, Werten und Regeln, die die Stabilität und Ordnung der Gesellschaft gewährleisten.
  • Soziales Handeln (Soziale Aktion): Nach Ansicht von Soziologen ist dies jedes Verhalten, das eine Person bewusst auf eine andere Person ausrichtet. Beispiel: Begrüßung oder Warnung.
  • Hauptmechanismen zur Unterstützung einer sozialen Gruppe: Führung (Leadership), soziale Normen, Werte und Symbole.

Ehe, Familie und sozialer Wandel

  • Exogamie: Die Eheschließung zwischen Personen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen.
  • Inzucht (Endogamie): Die Eheschließung zwischen Mitgliedern derselben sozialen Gruppe.
  • Familie und Ehe (Kernfamilie): Die sogenannte Kernfamilie besteht aus Eltern und ihren Kindern, die zusammenleben.
  • Arten der Familie: Kernfamilie (nuklear), erweiterte Familie, patriarchalische Familie, Herkunftsfamilie und Zeugungsfamilie.
  • Funktionen der Familie: Biologische Funktion, wirtschaftliche Funktion, Sozialisation, kulturelle Übertragung und soziale Kontrolle.
  • Veränderungen in der Familie: Weniger Kinder, DINK-Paare (Double Income, No Kids), verändertes Verhalten, die neue Rolle der Frau und das steigende Alter bei der Familiengründung.
  • Ursachen für Veränderungen in der Familie: Industrialisierung, Urbanisierung und die damit verbundenen Werte, Geburtenkontrolle sowie Bildung.

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