Soziologische Grundlagen: Institutionen und Max Weber

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Institutionalisierung und menschliches Verhalten

Institutionalisierung: Unser Verhalten ist reguliert. Eine Reihe von Leitlinien, die mein Verhalten in einem bestimmten Gebiet regieren, sind Institutionen (z. B. Familie, Bildung). Unter Berücksichtigung der Unausgereiftheit und Unterentwicklung der menschlichen Instinkte hat der Mensch eine Abhängigkeit von Institutionen. Dieser Ersatz für fehlende Instinkte gibt uns vor, wie wir leben sollen. Institutionen sind eng mit Rollen (Eingabe) und Routinen verbunden. Institutionen können sich ändern, verschwinden aber nicht; eine Gesellschaft kann nicht ohne Institutionen existieren.

Charakteristika von Institutionen

  • 1. Exteriorität: Sie existieren außerhalb des Individuums.
  • 2. Objektivität: Fast alle (außer sozialen Abweichlern) erkennen ihre Existenz unter sozialen Bedingungen an.
  • 3. Koaktivität: Sie besitzen die Macht zur Bestrafung (Càstig).
  • 4. Historizität: Sie besitzen Geschichte und Tradition.
  • 5. Moralische Autorität: Wir müssen Institutionen nicht immer akzeptieren, um sie zu nutzen.

Soziologischer Machiavellismus

Soziologischer Machiavellismus: Man handelt weitgehend machiavellistisch, wenn man sich des Lebens, des Bewusstseins der eigenen Handlungen und der eigenen Rollen bewusst ist. Soziologischer Machiavellismus bedeutet auch die Aufgabe der Unschuld; zu erkennen, dass nicht alle Dinge immer „schön und rosa“ sind. Man will nicht immer die Rolle (z. B. Lehrer oder Polizist bei einer Prüfung), erkennt aber, was man tut. Wer sich dessen bewusst ist, kann kritischer und verantwortungsvoller handeln. Machiavellistisch zu sein bedeutet in diesem Zusammenhang, konsequent bei Entscheidungen zu bleiben und mögliche Folgen zu bewerten.

Produkte und Hersteller in der Gesellschaft

Wir sind sowohl Hersteller als auch Produkte der Welt. Es gibt keine Produkte ohne Hersteller und umgekehrt. Wir sind in der Lage, in die Welt einzugreifen und können entweder Mitarbeiter oder Saboteure sein. Die Welt gibt uns vor, was wir tun und wie wir die Dinge sehen. Abhängig vom Geburtsort und dem Umfeld können wir jedoch fliehen oder als Saboteure auftreten. Charisma (die Fähigkeit einer Person, einen neuen Blick auf die Dinge zu werfen, wie z. B. Jesus oder Obama) spielt hier eine Rolle. Es gibt keine Gesellschaft ohne absolute Macht.

Wie werden wir zu Saboteuren?

  • Distanziertheit
  • Transformation
  • Handhabung / Manipulation
  • Die Rollenreserve
  • Ekstase: Wenn jemand in einem Zustand der Unterwerfung (minderwertige Bedingung/Dienstbote) ist und alles glaubt, was gesagt wird. Es ist ein System des „Semi-Sabotages“ der Rolle.

Max Weber: Verstehende Soziologie

WEBER: In der Informatik entscheide ich, was ich glaube oder wie ich lebe. Soziale und logische Folgen verschiedener Methoden bedeuten nicht, dass sie besser als andere sind. In den Sozialwissenschaften gibt es Fragen, die nicht materiell sein können: Was passiert, wenn der Putz fällt – was fühlt man? Dies ist kein physischer Sinn, sondern die Frage, was die andere Person fühlt und warum. Die Sozialwissenschaften haben Vor- und Nachteile.

Typen des sozialen Handelns nach Weber

Die von Weber vorgeschlagene Soziologie ist eine umfassende Soziologie (verstehende Soziologie), die nach Verständnis sucht. Soziologie ist die Wissenschaft vom sozialen Handeln. Da konkretes Handeln von Individuen ausgeht, unterscheidet er vier Typen:

  1. Affektives Handeln: Handlungen, die „aus der Seele“ kommen (emotional).
  2. Traditionelles Handeln: Handeln aus Routine.
  3. Wertrationales Handeln: Handeln basierend auf Werten und Prinzipien (z. B. „Alles für das Vaterland“).
  4. Zweckrationales Handeln: Handeln in Bezug auf Ziele; Berechnung der Folgen und des kürzesten Weges zum Ziel.

Diese Typen entsprechen zwei Formen der Ethik: Das wertrationale Handeln ist mit der Gesinnungsethik verbunden, während das zweckrationale Handeln mit der Verantwortungsethik verknüpft ist.

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