Spanien: Reformen, Volksfront und Bürgerkrieg (1931-1939)
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Reformzweijahreszeitraum (1931–1933)
Die Regierung von Manuel Azaña und die republikanische Koalition, geleitet von Sozialisten, führten politische Reformen durch, um den Zentralismus abzubauen. Es wurde ein Autonomiestatut für Katalonien verabschiedet, bekannt als Generalitat. Für das Baskenland, Galizien und Andalusien wurden Entwürfe für Autonomiestatuten erstellt, jedoch nicht genehmigt.
Soziale und wirtschaftliche Reformen
- Verbesserung der Arbeitsbedingungen: Zur Verbesserung der Lebensqualität der Arbeitnehmer wurden folgende Entscheidungen getroffen: Einführung der 40-Stunden-Woche, Einführung von Versicherungen und Mietanpassungen.
- Agrarreform: Ziel war eine gerechtere Verteilung des Grundbesitzes. Hierfür wurde das Gesetz über die Agrarreform genutzt, das die Enteignung von Latifundien (Großgrundbesitz) gegen Entschädigung vorsah, um Land an Bauern zu verteilen, die einzeln oder in Genossenschaften wirtschafteten.
Volksfront und konservativer Zweijahreszeitraum (1933–1936)
Nach den Wahlen übernahm die Radikale Partei unter Alejandro Lerroux die Regierung, in Zusammenarbeit mit der CEDA. Letztere war eine konservative Koalition unter der Führung von José María Gil-Robles. Die Regierung stoppte die Reformen, was zu Mobilisierungen und Streiks im Jahr 1934 führte. Dies gipfelte in der Oktoberrevolution, die besonders in Asturien und Barcelona eine große Kraft entwickelte. Die Revolution verstärkte die politische Polarisierung, was zur Bildung der Volksfront (einer linken Koalition) führte.
Radikalisierung und politische Spannungen
Die Volksfront-Regierung sah sich mit einer Radikalisierung innerhalb der PSOE konfrontiert. Auf der rechten Seite wuchs der Einfluss der spanischen Falange, einer ultrarechten, faschistisch orientierten Bewegung.
Der Spanische Bürgerkrieg (1936–1939)
Unterstützung und Staatsstreich
Der Militärputsch verbreitete sich in Spanien. In ländlichen Gebieten war er erfolgreich, während er in den industrialisierten Regionen scheiterte. Die Aufständischen (Militärs, konservative Großgrundbesitzer, das Großbürgertum, Monarchisten und Teile der katholischen Kirche) erhielten Unterstützung von verschiedenen Seiten.
Internationale Beteiligung
Obwohl ein Nicht-Einmischungskomitee gegründet wurde, um einen Weltkrieg zu vermeiden, konnten ausländische Hilfen für beide Seiten nicht verhindert werden:
- Rebellen: Erhielten Unterstützung von Deutschland und Italien.
- Republik: Erhielt Unterstützung von der UdSSR und den Internationalen Brigaden.