Spaniens industrielle Entwicklung und die globale Krise

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Der zweite industrielle Aufschwung

Die politische Konfrontation zwischen den beiden Blöcken, der Kalte Krieg, führte dazu, dass die Vereinigten Staaten und Spanien aufgrund der strategischen Lage des Landes zusammenfanden.

Ein Stichtag: 1959

Die Vereinigten Staaten unterstützten die Franco-Diktatur. Als Gegenleistung verpachtete Spanien US-Militärbasen. In dieser Zeit erlebte Spanien ein neues Wirtschaftswachstum. Im Jahr 1959 repräsentierte der Stabilisierungsplan die Freigabe der spanischen Wirtschaft, die bis dahin durch den Staat monopolisiert war.

Spanien: Ein Industrieland

Seit 1959 erlebte Spanien ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum, das mit einer Periode großer globaler wirtschaftlicher Expansion zusammenfiel. Die Auswirkungen des Stabilisierungsplans führten dazu, dass Spanien ein Industrieland wurde. Innerhalb von zehn Jahren vollzog Spanien den Schritt von einer Situation der Urproduktion zu einer Situation, in der die Industrie die Urproduktion fast um das Zweieinhalbfache übertraf, insbesondere in den Bereichen Elektromechanik und Chemie. Diese grundlegenden Branchen konzentrierten sich vor allem in den industriellen Zentren, der industriellen Basis und der Infrastruktur.

Die Integration Spaniens in die Weltwirtschaft

Die spanische Industrie wurde wettbewerbsfähiger und stärker integriert. Der Wegfall eines Großteils der tarifären Handelshemmnisse und Investitionen von ausländischem Kapital erlaubten den Beitritt zum Weltwirtschaftssystem. Die Freigabe erlaubte es auch, Eigentum zu erwerben, was die industrielle Produktivität erhöhte. In der Gruppe der Exportbranchen befinden sich:

  • a) Die Konsumgüterindustrie
  • b) Die Grundstoffindustrien

Die Krise des industriellen Fordismus

Das Modell des Fordismus (benannt nach der Automobilfabrik Ford) ist das Modell, das in den meisten Industrieländern praktiziert wurde.

Das Modell der industriellen Entwicklung

  • Produktion großer Mengen homogener Produkte an Fertigungsstraßen.
  • Fabriken werden rund um die industrielle Produktion konzentriert.
  • Eine elektromechanische Technologie, die arbeitsintensiv ist.
  • Ein hoher Energieverbrauch. Somit gab es in der Industrie keine strukturelle Arbeitslosigkeit.

Die Ursachen der Krise

Das fordistische System litt unter einer schweren Krise durch den Rückgang der Leistungen, hohe Inflation und einen industriellen Stillstand. Die Ursachen dieser Situation sind komplex:

a) Die Industrie benötigte jedes Mal mehr Arbeit, um die Produktion zu steigern. Der Wert sank bei gleichzeitigem Lohnanstieg, was die industriellen Gewinne schmälerte.
b) Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) erzielte eine Verringerung der Produktion, was zu einem substanziellen Anstieg der Erdölpreise führte.
c) Die Krise in Spanien wies zudem einige besondere Merkmale auf. Dies hatte große soziale Auswirkungen, da die Arbeitslosigkeit in unserem Land die höchste in Europa war.

Muster der informationalen Industrieentwicklung

Das Kapital hat immer die Tendenz, sich zu konzentrieren, um den Wettbewerb auszuschalten. So begann eine neue Phase, genannt postindustrielle oder Dritte Industrielle Revolution:

  • a) Industrielles Kapital ist konzentriert und wird zunehmend international durch Zukäufe und Fusionen.
  • b) Der Wettbewerb wird nicht mehr am inländischen Markt, sondern am internationalen Markt gemessen, der nun den gesamten Planeten umfasst.
  • c) Der Produktionsprozess ist fragmentiert und wird von verschiedenen Unternehmen an verschiedenen Orten durchgeführt.
  • d) Die Produkte sind vielfältig und an die Anforderungen des jeweiligen Marktes angepasst.
  • e) Die technologische Basis verschiebt sich von der Elektromechanik zur Informationstechnik.
  • f) Just-in-Time-Produktion oder flexible Produktion. Dies bedeutet, dass die Zahl der regulären Arbeitnehmer minimal, aber unabdingbar ist; die Belegschaft ist sehr groß und zeitlich variabel.
  • g) Der Staat gerät in eine Krise als wichtigster Umverteiler von Reichtum in Form von Steuern.

Klassische Formen der Kapitalbeschaffung

Kartell: Eine Gruppe von Personen verwaltet und stellt Produkte her (z. B. EDV-Anlagen, Computer). Ein Monopol in einem Marktbereich.

Holding: Eine Gruppe besitzt und verwaltet verschiedenartige Monopolunternehmen (z. B. Galerien, Banken, Milchgeschäfte) gegen eine große Zahl der Sektor-Produktion.

Trust: Umfasst die gesamte Herstellungskette, z. B. eine Flotte von LKWs, Teilefabriken, Stahlwerke, Einzelhändler und Montagefabriken für Waschmaschinen; die Kontrolle der gesamten Herstellung des Produkts.

Multinationale Unternehmen: Transnationale Unternehmen installieren Niederlassungen in verschiedenen Ländern, je nachdem, welche Vorteile sie dort finden.

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