Spaniens Weg zur Demokratie: Ende der UCD und Sieg der PSOE
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Diskreditierung der UCD-Regierung
Nach der Verabschiedung der Verfassung wurden allgemeine Wahlen abgehalten. Bei den Kommunalwahlen gewann die linke Opposition; die PSOE und die PCE schlossen eine kommunale Vereinbarung und übernahmen die Stadtverwaltungen in den großen Städten. Die Regierung unter Adolfo Suárez war einem harten Verschleiß (Desgaste) unterworfen. Die Unterschiede zwischen Regierung und Opposition sowie die internen Probleme führten zum Zerfall der eigenen Partei.
Der Putschversuch und politischer Druck
Am 23. Februar, während der Investiturdebatte von Suárez’ Nachfolger Leopoldo Calvo-Sotelo, besetzte eine Einheit der Guardia Civil unter dem Kommando von Oberstleutnant Antonio Tejero den Kongress und hielt die Abgeordneten gefangen. Erst die Intervention des Königs im Fernsehen, in der er zur Einhaltung der Verfassung aufrief, überzeugte die Unentschlossenen von der Aussichtslosigkeit des Umsturzes. Am 24. Februar ergaben sich die Angreifer; die Abgeordneten blieben unverletzt.
Das Ende der UCD
Der gescheiterte Staatsstreich revitalisierte die spanische Demokratie. Der neue Ministerpräsident Calvo-Sotelo lehnte das Angebot ab, eine Koalitionsregierung mit den Sozialisten zu bilden. Seit 1979 vertiefte sich die Wirtschaftskrise infolge steigender Ölpreise; das Defizit der Zahlungsbilanz und die Arbeitslosigkeit stiegen weiter an, sodass 1982 mehr als zwei Millionen Menschen ohne Arbeit waren. Die Verabschiedung des Scheidungsgesetzes vollendete schließlich den internen Bruch der Regierungspartei. Es folgten Rücktritte von Ministern, die später der PSOE beitraten. Die interne Spaltung war so tiefgreifend, dass es keinen anderen Ausweg gab, als das Parlament aufzulösen und Wahlen für Oktober 1982 anzusetzen. Diese Wahlen ergaben einen Erdrutschsieg der PSOE, die fast die Hälfte der abgegebenen Stimmen erreichte. Damit hatte Spanien zum ersten Mal eine rein sozialistische Regierung.
Veränderungen im spanischen Leben
Eine der auffälligsten Änderungen in der spanischen Gesellschaft ist die sinkende Geburtenrate. Gründe hierfür sind:
- Die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt
- Die spätere Gründung von Partnerschaften und Familien
- Die Verwendung von Verhütungsmitteln (Anticonceptivos)
Diese sinkende Geburtenrate hat, gekoppelt mit einer deutlich höheren Lebenserwartung, zu einer raschen und zunehmenden Überalterung der Bevölkerung geführt.
Das Ende der Transición: Die Wahl 1982
Man kann sagen, dass die allgemeinen Wahlen im Oktober 1982 das Ende der Transición markierten. Dies begründet sich durch drei Hauptaspekte:
- Vom institutionellen Standpunkt aus wurde der Übergang mit der Verabschiedung der Verfassung konsolidiert.
- Erstmals kam eine Partei an die Macht, die keine Komponente des vorherigen Systems war.
- Die Ergebnisse zeigten eine massive Mobilisierung: Über drei Millionen Menschen, die zuvor nicht gewählt hatten, gingen an die Urnen.
Die PSOE gewann mehr als zehn Millionen Stimmen. Sie erhielt massive Unterstützung von Jugendlichen, die zum ersten Mal wählten, sowie von städtischen Schichten, die besonders empfänglich für die Medien waren.