Spaniens Weg: Von der Diktatur zum Bürgerkrieg
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Die Diktatur von Primo de Rivera (1923–1930)
National verursachte Erschöpfung: Die wachsende Rolle der ernsten Lage der öffentlichen Ordnung und der politischen Korruption führten zu einem Boom der Unzufriedenheit. Der regierende König wusste von den Umsturzplänen. Primo de Rivera, der über militärisches Prestige verfügte, konnte seine Ziele jedoch nicht ohne die Hilfe von Generälen wie Sanjurjo in Saragossa sowie der zivilen und militärischen Gouverneure erreichen. Er gab ein Manifest an das Bürgertum und die Arbeiterbewegung heraus.
Das Militärdirektorium (Military Board): Es wurde ein Gremium einberufen, das die Regierung, Veröffentlichungen, Kontrollen und Auflösungen übernahm. Im Bereich der Politik wurde versucht, die gravierendsten Probleme zu lösen. Eine kommunale Satzung wurde erlassen, um gegen Separatismus und Caciquismo (lokale Machtstrukturen) vorzugehen. Es gab neue Maßnahmen gegen Störungen der öffentlichen Ordnung durch die Somatén sowie Verwechslungen zwischen Regionalismus und Separatismus.
Das Zivildirektorium
Nach der erfolgreichen Landung bei Alhucemas wurden grundlegende Schritte unternommen. Die Patriotische Union stellte Vertreter für die Nationalversammlung (Die Nationale Beratende Versammlung). Im Plebiszit von 1926 zeigten sich jedoch deutliche Mängel:
- a) Fehlende Legitimität: Diesem Entwurf ging keine Wahl voraus.
- b) Demokratische Defizite: Es gab weder nationale Souveränität noch eine Gewaltenteilung.
Wirtschaft und Gesellschaft während der Diktatur
Die Diktatur von Primo de Rivera verbuchte zwar Erfolge, hatte jedoch keine ideologische Unterstützung. Es wurde eine aktivistische Wirtschaftspolitik praktiziert:
- a) Kontrolle und Aufsicht über alle produktiven Sektoren und Wirtschaftszweige.
- b) Beihilfen und Zuschüsse.
- c) Stärkung des Tarif-Protektionismus.
- d) Stärkung der öffentlichen Investitionen.
- e) Schaffung der Monopole Telefónica und CAMPSA.
Opposition und Sturz des Regimes
Die lange Dauer der Diktatur erklärt sich durch die Ohnmacht der Opposition. Zu den Gegnern gehörten:
- Politiker der alten Garde in Erwartungshaltung.
- Republikaner (Allianz von 1926).
- Militärische Opposition (koordinierte Aktionen von 1925 bis 1926, z. B. die Sanjuanada am St.-Johannis-Tag).
- Die Intellektuellen: Unamuno wurde 1924 verbannt, das Ateneo de Madrid geschlossen und das Hochschulreformprojekt kritisiert.
Zwei Faktoren trugen maßgeblich zum Fall bei: die katalanische Frage und die Arbeiterbewegung. 1928 begann die PSOE, über die Republik nachzudenken. 1929 stiegen die Proteste und Ereignisse überstürzten sich. Am 28. Januar 1930 erfolgte der Rücktritt, woraufhin Primo de Rivera nach Paris ging.
Der Übergang und die Ausrufung der Republik
Nach Primo de Rivera ernannte der König General Berenguer. Zum ersten Mal seit langer Zeit stieg die Zahl der Republikaner in der Geschichte Spaniens wieder an. Intellektuelle schlossen sich im Pakt von San Sebastián zusammen. Daraus leiteten sich zwei Aktionslinien ab: eine revolutionäre, die zum Scheitern militärischer Aufstände führte, und eine politische, die das Ansehen der Monarchie ruinierte.
Die Regierung Berenguer ignorierte den gesellschaftlichen Wandel in Spanien. Die Regierungskrise spitzte sich Ende 1930 zu. Nach dem Wunsch nach allgemeinen Wahlen und dem Rücktritt des Königs folgte im Februar 1931 die Regierung Aznar. Die Wahlen am 12. April führten zu einem Regimewechsel. In den Provinzhauptstädten siegte der republikanisch-sozialistische Block. Berenguer erkannte die Niederlage an. Nach Gesprächen mit Romanones riet man dem König zur Übergabe an Alcalá Zamora. Am 14. April verließ der König Spanien. Ein provisorisches Revolutionskomitee unter Alcalá Zamora übernahm die Macht und die Republik wurde ausgerufen. Dieser Regimewechsel erfolgte ohne Blutvergießen.
Die Volksfront und der Spanische Bürgerkrieg
3. Phase: Die Volksfront (1936)
Um die Kämpfe zwischen den politischen Lagern zu beenden, löste Alcalá Zamora das Parlament auf. Bei den Wahlen schlossen sich sozialistische, kommunistische und republikanische Parteien zur Volksfront (Frente Popular) zusammen. Ihr Ziel war die Rückkehr zur Reformpolitik des ersten Zweijahreszeitraums. Die CEDA bildete ihrerseits ein Bündnis aus Monarchisten und Konservativen zur Verteidigung reaktionärer Werte gegen Separatismus und Marxismus.
Die Volksfront gewann die Wahlen. Daraufhin intervenierte die von rechtsgerichteten Kräften organisierte Armee. Der Militärputsch vom 18. Juli 1936 markierte den Beginn des Spanischen Bürgerkriegs, der das Land drei schmerzhafte Jahre lang in Blut tränkte.
Frauen in der Republik
In der Republik wurden Frauen von den Fesseln der Vergangenheit befreit. Folgende Neuerungen wurden verabschiedet:
- Gleichheit vor dem Gesetz.
- Zugang zu Beschäftigung und öffentlichen Ämtern.
- Wahlrecht für Frauen.
- Anerkennung der Zivilehe und Gleichstellung der Ehegatten.
- Abschaffung der Kriminalisierung von Ehebruch.
Die Republik gewann so die Unterstützung der Frauen. Dennoch gelang es nicht vollständig, das traditionelle Ideal zu beseitigen, da nur wenige Frauen in Männerberufe vordringen konnten (oft aus Angst vor gesellschaftlicher Nachrede). Diese Freiheit wurde durch den Bürgerkrieg und das anschließende Franco-Regime unterbrochen, welches die traditionelle Rolle der Frau in Spanien wieder einführte.