Der Spanische Bürgerkrieg und die Ära der Autarkie

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Evolution des Militärs und der Bürgerkrieg

Die militärische Professionalisierung festigte sich auf der nationalen Seite. Trotz Meinungsverschiedenheiten innerhalb dieses Lagers waren die Roten (Republikaner) gespalten. Von Beginn an gab es eine Initiative des nationalen Militärs. Die bürgerliche Seite durchlief fünf Stufen:

1. Nationale Einigung (Juli 1936 – Oktober 1936)

Franco verlegte seine Truppen mit Hilfe der deutschen Legion Condor nach Gibraltar. Die republikanische Marine war geschwächt. Nach der Eroberung von Badajoz konnten die beiden nationalen Gebiete vereint werden. Im September 1936 rückte Franco auf Madrid vor, wurde jedoch nach Toledo umgeleitet, um den Alcázar zu befreien, der von republikanischen Kräften belagert wurde. Trotz des Einsatzes von Dynamit durch asturische Bergleute hielten die Nationalisten stand, bis Franco eintraf und den Weg nach Madrid freimachte.

2. Die Schlachten um Madrid

Franco versuchte, Madrid einzunehmen, ohne die Stadt zu zerstören. In der Schlacht an der Ciudad Universitaria wurde die republikanische Seite durch die Internationalen Brigaden verstärkt; Madrid wurde zum Symbol des Widerstands („¡No pasarán!“). Weitere Angriffe wie die Schlacht am Jarama und ein Vorstoß aus dem Osten scheiterten ebenfalls. Die republikanische Regierung zog nach Valencia um, während General Miaja in Madrid blieb. Kunstschätze des Prado-Museums wurden in Sicherheit gebracht.

3. Eroberung des Nordens (März 1937 – Oktober 1937)

Der Angriff begann in Bilbao (Eiserner Gürtel). Nach der Eroberung von Biskaya folgten Vorstöße nach Asturien und Kantabrien. Republikanische Offensiven bei Brunete und Belchite sollten den Vormarsch stoppen. Die Bombardierung von Guernica durch die deutsche Luftwaffe diente der Machtdemonstration.

4. Die Schlachten in Aragonien (November 1937 – November 1938)

In dieser Phase entschied sich der Krieg:

  • Teruel (Winter 1937–1938): Die Stadt wechselte mehrfach den Besitzer, bis die Nationalisten sie im April 1938 einnahmen und die republikanische Zone in zwei Teile spalteten.
  • Schlacht am Ebro (Juli 1938 – November 1938): Die Republikaner überquerten den Fluss und rückten 40 km vor. Franco reagierte mit massiver Luft- und Infanterieunterstützung. Die Republikaner mussten sich nach Katalonien zurückziehen.

5. Eroberung Kataloniens und das Ende (Dezember 1938 – März 1939)

Nach dem schnellen Vormarsch der Nationalisten flohen etwa 500.000 Menschen nach Frankreich. Barcelona fiel am 26. Januar 1939. Nach dem Putsch von Oberst Casado im Zentrum der Halbinsel endete der Krieg offiziell am 1. April 1939.

Autarkie (1939–1951)

Die erste Phase des Franco-Regimes war durch wirtschaftliche Isolation und eine schwere Krise geprägt.

Wirtschaftliche Lage

Der Bürgerkrieg und der Zweite Weltkrieg führten zu einer massiven Zerstörung und einem Rückgang des Lebensstandards. Die faschistisch geprägte Ideologie führte zu einer staatlich kontrollierten Wirtschaft mit Rationierungen und einem florierenden Schwarzmarkt. Landwirtschaftliche Produkte mussten zu staatlich festgelegten Niedrigpreisen verkauft werden. Aufgrund von Mangel an Maschinen, Treibstoff und Rohstoffen (wie Baumwolle) sank die Produktivität drastisch.

Internationale Beziehungen

  1. 1939–1942: Unterstützung der Achsenmächte (Deutschland/Italien). Entsendung der „Blauen Division“ an die Ostfront.
  2. 1943–1945: Rückzug von den Achsenmächten und Annäherung an die Alliierten.
  3. 1945–1953: Internationale Isolation Spaniens durch die UN. Widerstand durch Guerillakämpfer (Maquis).
  4. Ab 1953: Normalisierung der Beziehungen durch Pakte mit den USA (Militärstützpunkte). 1955 trat Spanien der UNO bei.

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