Der Spanische Bürgerkrieg: Ursachen und Internationalisierung

Eingeordnet in Geschichte

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,56 KB

1. Militärputsch und Internationalisierung

Die Ursachen, die zum militärischen Aufstand führten, sind vielfältig:

  • Ursachen der politischen Konflikte: Diese lagen in den republikanischen Reformen (religiöse, bildungspolitische, soziale, militärische und agrarische Reformen), der politischen Radikalisierung sektoraler Gruppen mit diktatorischen Tendenzen sowie in anti-republikanischen Verbänden, die eine soziale Revolution anstrebten.
  • Unmittelbare Auslöser: Der Putsch war eine Reaktion anti-republikanischer Sektoren auf den Sieg der Volksfront. Zudem trug die Unfähigkeit der Regierung zur Eindämmung von Gewalt und politischen Morden zur Eskalation bei. Dies mündete im Militärputsch vom Juli 1936 unter der Leitung von General Mola.

Die militärische Rebellion gelang vor allem in konservativen landwirtschaftlichen Gebieten (Kastilien und León, Galicien, Süd-Andalusien, Extremadura, Mallorca, Kanarische Inseln und das Protektorat Marokko), während sie in den Industriegebieten (Baskenland, Katalonien, Asturien) und den Großstädten (Madrid, Barcelona, Valencia) scheiterte.

Als Ergebnis wurde das Land in zwei Lager gespalten:

  • Die Nationalisten: Unterstützt durch die katholische Kirche, traditionelle Oligarchien, kleine Grundbesitzer, das katholische Bürgertum sowie politische Parteien wie die CEDA, die Falange und die Karlisten.
  • Die Republikaner: Unterstützt durch Kommunisten, Anarchisten und weitere linke Gruppierungen.

Die Internationalisierung des Bürgerkrieges

Der Konflikt weitete sich durch ausländische Interventionen zu einem internationalen Ereignis mit enormen Auswirkungen auf die öffentliche Meinung aus. Trotz des Nicht-Interventionsabkommens (August 1936), das von 27 Ländern unterzeichnet wurde, erhielten beide Seiten massive Unterstützung:

  • Hilfe für die Republik: Unterstützung durch die stalinistische UdSSR, Frankreich und Mexiko. Zudem bildeten sich die Internationalen Brigaden aus Freiwilligen verschiedener ideologischer Richtungen.
  • Hilfe für die Rebellen: Militärische Unterstützung durch das nationalsozialistische Deutschland (Hitler), das faschistische Italien (Mussolini) und Portugal. Zudem erhielten sie finanzielle Unterstützung durch spanische Kapitalisten sowie große anglo-amerikanische multinationale Unternehmen.

Verwandte Einträge: