Der spanische Essay im 20. Jahrhundert: Eine Übersicht

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Der spanische Essay im 20. Jahrhundert

Der spanische Essay erreichte im zwanzigsten Jahrhundert seine volle Blüte. Er wurde zu einem Ausdrucksmittel zwischen verschiedenen Gruppen und literarischen Bewegungen, welche die intellektuelle und literarische Zeitgenossenschaft prägten.

Die Generation von 98 und Miguel de Unamuno

Der Essay war eine sehr wichtige Gattung für die Autoren der Generation von 98. Mit ihnen wurde der Essay im modernen Sinne definiert. Die Themen, denen sich die Autoren dieser Generation widmeten, sind vor allem Spanien und der Sinn des Lebens. Die wichtigste Figur dieser Generation in Bezug auf das Genre des Essays ist Miguel de Unamuno.

Modernisierung und José Ortega y Gasset

Die Noucentistas versuchten später die Reform und Modernisierung des Landes durch Wissenschaft, Bildung und Europäisierung, verbunden mit dem Aufbau eines modernen, liberalen Staates. José Ortega y Gasset ist eine der wichtigsten Figuren der Philosophie und des spanischen Denkens im zwanzigsten Jahrhundert. Er gründete die Revista de Occidente. Die Titel einiger seiner Werke sind Die Entmenschlichung der Kunst (1925) und Ideen über den Roman (1925).

Die Entwicklung nach dem Bürgerkrieg

Nach dem Bürgerkrieg erlitt der Essay einen Rückschlag, der durch das Exil der meisten Intellektuellen und die Zensur verursacht wurde. Die repräsentativsten Texte billigten und priesen die Werte des neuen Regimes. Spanische Essayisten im Exil standen unter dem Einfluss neuer, universeller Denkströmungen.

Der Aufschwung ab den 1960er Jahren

In den 1960er Jahren fanden wichtige kulturelle Ereignisse statt, die dem Genre des Essays einen großen Impuls gaben. Es verbreiteten sich Denkströmungen aus anderen Ländern, und Zeitschriften wie Triunfo, Cuadernos para el Diálogo und eine neue Ära der Revista de Occidente wurden gegründet.

Merkmale des aktuellen spanischen Essays

Der aktuelle spanische Essay ist die natürliche Weiterentwicklung der Nachkriegsstudien. Die allgemeinen Merkmale des aktuellen spanischen Essays sind:

  • Formale Freiheit
  • Verwendung einer persönlichen Sprache
  • Reiche expressive Ressourcen in literarischer Nähe
  • Bessere Verbindung zu westlichen intellektuellen Strömungen

Hierbei ragen besonders Carmen Martín Gaite, Javier Marías und Antonio Muñoz Molina heraus.

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