Der spanische Fischereisektor: Herausforderungen und Perspektiven

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1. Einleitung zum spanischen Fischereisektor

Bedeutung des Sektors

Die Bedeutung des Fischereisektors ist groß für das spanische BIP. Spanien verfügt über eine große Flotte, eine starke Inlandsnachfrage und ein hohes Konsumniveau. Der Fischereisektor ist breit aufgestellt, konzentriert sich jedoch in bestimmten Gebieten, wo die Aktivität als Monokultur fungiert.

Probleme in der Branche

Es gibt drei Ebenen von Problemen:

  1. Rechtliche Probleme: Die neue Rechtsordnung für die Seefischerei hindert die spanische Flotte am Fang in bestimmten Gebieten.
  2. Flottenprobleme: Die Flotte ist überaltert und nicht sehr produktiv.
  3. Umweltprobleme: Interne Fanggebiete sind überfischt und verschmutzt.

2. Fischereiregionen und Fanggebiete

Spanien ist in 8 Fischereiregionen organisiert:

  • Nordwest-Region

    Galicien behält seine Vorrangstellung in Spanien hinsichtlich der Fangmengen. Es hat eine parallele Entwicklung zu Spanien insgesamt erlebt, mit einem Rückgang der Fänge und großen Konflikten. Die Fischerei findet im Nordatlantik in weit entfernten Gemeinschaftsgewässern statt.

  • Südatlantik-Region

    Diese Region zeichnet sich durch die Bedeutung der Küstenfischerei aus, was auf den traditionellen Charakter der Flotte und ihre sozialen Wurzeln zurückzuführen ist.

  • Mittelmeerküste

    Hier werden Mindestniveaus der Fänge erreicht, bedingt durch Übernutzung und Küstenverschmutzung.

  • Kanarische Region

    Ihre Häfen sind zu Operationsbasen für den Rest der spanischen Flotte im Südatlantik geworden.

Nationale und internationale Fanggebiete

  • Nationale Fanggebiete

    Die nationalen Fischbestände bieten nicht mehr viele Ressourcen; Überfischung hat zu ihrem Zusammenbruch geführt. Die Küstenfischerei wird mit allerlei traditionellen Fangmethoden betrieben. Die Flotte ist in der Regel handwerklich geprägt.

  • Internationale Fanggebiete

    Aufgrund knapper nationaler Fanggebiete müssen andere, ausländische Gebiete genutzt werden. Die wichtigsten befinden sich im Atlantik und im Indischen Ozean. Dort können große Mengen an Fisch gefangen werden.

3. Ressourcen: Flotte, Fangmethoden und Bevölkerung

Bevölkerung im Fischereisektor

Die Bevölkerung ist durch ihren Rückgang und ihre Alterung gekennzeichnet. Der Rückgang ist auf die Krise in diesem Sektor zurückzuführen. Die Alterung betrifft die Mehrheit der Bevölkerung, die handwerkliche Tätigkeiten ausübt.

Flotte und Fangmethoden

Die Flotte ist durch eine Dualität in ihrer Größe und ihre Überdimensionierung gekennzeichnet. Einerseits gibt es eine handwerkliche, traditionelle Küstenfischerei, andererseits eine moderne, hochkompetitive Flotte. Die Überdimensionierung entstand in den 1960er Jahren, als Öl billiger wurde und freier Zugang zu internationalen Gewässern bestand. Mit der Krise sank die Größe der spanischen Flotte.

4. Gefangene Arten und Mengen

Gefangene Arten

Drei Viertel der gefangenen Arten sind Fische; der Rest sind Weichtiere und Krebstiere.

Fangvolumen

Das Fangvolumen für Spanien hat sich reduziert, da die nationalen Fanggebiete erschöpft sind und Fangverbote bestehen. Dies bedeutet, dass Spanien von einem Fischexportland zu einem Importeur wird.

5. Fischerei- und Aquakulturkrise

Probleme im Fischereisektor

Überfischung und Umweltverschmutzung haben zur Erschöpfung der nationalen Fanggebiete und einer akuten Krise in der handwerklichen Küstenfischerei geführt. Auch die internationalen Fanggebiete weisen Probleme auf.

Alternativen für die Fischerei

Es gibt drei Arten von Alternativen:

  1. Die Substitution der Arbeit auf See durch andere Sektoren wie Tourismus oder verarbeitendes Gewerbe.
  2. Die Umstrukturierung der Branche.
  3. Die Entwicklung der Aquakultur.

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