Spanische Literatur: 14. bis 16. Jahrhundert
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Erzählung des 14. Jahrhunderts
Historische Fiktion in Prosa (Epik). Die Prosa handelt von einem edlen Protagonisten, der Liebe und Action an fantastischen Orten verfolgt (Artus-Sage und Trojanischer Zyklus).
Don Juan Manuel
Themen: Eitelkeit, Heuchelei, Gerechtigkeit und didaktisch-moralische Absichten.
Stil: Was die Sprache betrifft: umfangreicher Wortschatz.
Werke: Das Buch der Strafe und Der Graf Lucanor.
15. Jahrhundert: Jorge Manrique
Ein Adliger und strebsamer Soldat, der nach einem Namen in der Gesellschaft strebte.
Werk: Liebeslyrik und moralisch-burleske Verse. Er meditiert über den Tod seines Vaters, den Lauf der Zeit, den Verfall von Besitz und die ausgleichende Kraft des Todes.
Themen: Der Tod als Gleichmacher, Ruhm, Vanitas vanitatum, Ubi sunt, Tempus fugit und das Ich.
Struktur des Werkes
- 1–13: Vergänglichkeit.
- 14–24: Das irdische Leben im Vergleich zum ewigen Ruhm.
- 25–40: Das ewige Leben gegenüber dem Irdischen.
Stil: Pie quebrado (gebrochener Versfuß), nüchtern, Verwendung von Synonymen, rhetorische Mittel, Rhythmus der Sprache, Adjektive und Verben im Imperativ.
Theater des 15. Jahrhunderts
Religiöses Erbe und Vitalität des Volkstheaters. Die Autoren experimentieren mit weltlichen Themen und einer Vielzahl an Charakteren. Es gibt zwei Strömungen: das religiöse Drama (Thema: Leben Jesu) sowie das profane, burleske und pastorale Theater.
La Celestina
Handlung: (Bitte angeben)
Struktur:
Akt 1: Einleitung/Ansatz
Akte 2–12: Konflikt
Akte 13–20: Entwicklung der Liebesleidenschaft
Akt 21: Pleberio
Stil: Reichtum der Sprache und Dialoge von Calisto und Melibea. Celestina ist ein kultivierter und zugleich volksnaher Charakter. Sonstiges: Mundartliche Züge der Charaktere und Themen wie Liebe, Tod und die Vergänglichkeit des Lebens.
Garcilaso de la Vega (16. Jahrhundert)
Er gilt als der Prototyp des höfischen Dichters.
Themen:
- Petrarkische Liebeskonzeption (unmögliche Liebe)
- Idealisierte Natur und Mythologie
Stil: Ruhig und einfach, ohne künstliche Schnörkel. Motive wie Locus amoenus (idyllische Natur) und Carpe diem. Er betont das Epitheton, die Metapher, die Alliteration, die Personifikation und das Hyperbaton. Drei Phasen: Assimilation der spanischen Lyrik, Einfluss des Petrarkismus und Reife.
Werk: Das Gesamtwerk besteht aus Sonetten und Liedern. Besonders hervorzuheben sind:
- Ekloge I: Leidenschaftliche Liebe und formale Strenge.
- Ekloge II: Umfangreiches Werk über unglückliche Liebe.
- Ekloge III: Vier Nymphen und Liebesszenen.
Fray Luis de León
Wunsch nach Einsamkeit, Zuflucht und Ruhe in der Natur.
Stil: Oden unter Verwendung der Lira-Strophe, Veredelung der Sprache, Enjambements (Encabalgamiento), Satzzeichen und Symbole.
Werke: Ode an das zurückgezogene Leben, Die ruhige Nacht, Die Prophezeiung des Tajo.
San Juan de la Cruz
Themen: Religiöse Inspiration, Versuch der Kommunikation mystischer Erfahrungen.
Stil: Die mystische Sprache verwendet zahlreiche Symbole, Allegorien, Metaphern und Vergleiche.
Werke: Dunkle Nacht der Seele, Geistlicher Gesang (bitte die Wege/Vias angeben), Lebendige Liebesflamme.