Spanische Literatur des 20. Jahrhunderts: Wichtige Autoren
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Juan Goytisolo
Goytisolo war einer der ersten Schriftsteller, der die einfache Sprache des Realismus aufgab, um durch innovative Erzählweisen soziale und wirtschaftliche Inklusion zu thematisieren. Zu seinen frühen Romanen zählen Taschenspielertricks und Duell im Paradies, die das Markenzeichen der „Fiesta“ tragen. In seinen späteren Werken verarbeitet er die Rückkehr eines Exilintellektuellen nach Spanien und die damit verbundene Auseinandersetzung mit dem Land.
Juan Marsé
Marsé arbeitete bereits als Kind in einem Juweliergeschäft. Nach der Veröffentlichung einiger Erzählungen erschien Auf dieser Seite des Mondes, ein Roman über ein Leben ohne Ideale in der bürgerlichen Jugend. Letzter Nachmittag mit Teresa erzählt die Geschichte einer Freundschaft zwischen einer bürgerlichen Studentin und einem rebellischen Motorraddieb, der als Arbeiter und revolutionärer Militanter agiert. Marsé zeichnet sich durch die meisterhafte Anwendung neuer Erzähltechniken aus, die er in späteren Werken wie Der Charme von Shanghai und Eidechsenschwänze weiterentwickelte.
Camilo José Cela
Nach dem Erfolg seiner frühen Romane zeigt Cela den Menschen als ein Wesen von großer moralischer Schwäche, das zu Selbstsucht und Grausamkeit neigt. Celas Werk umfasst fast alle Genres und zeichnet sich durch eine einfache Syntax bei gleichzeitig großem lexikalischen und metaphorischen Reichtum aus. Zu seinen bekanntesten Spätwerken gehören:
- Mrs. Caldwell spricht mit ihrem Sohn: Ein Monolog einer Mutter, deren Sohn im Ersten Weltkrieg fiel.
- San Camilo, 1936
- Reise in die Alcarria (Reisebuch)
- Galizische Geschichten
Miguel Delibes
Nach einer Tätigkeit im Journalismus begann Delibes seine literarische Karriere mit Der Schatten des Zypressenbaums ist lang, einem existenzialistischen Roman, der den Nadal-Preis gewann. Als methodischer Schriftsteller schilderte er in seinen Romanen mit bescheidener Zärtlichkeit marginalisierte Figuren, die ihre Würde trotz schwieriger Lebensbedingungen verteidigen. Zu seinen bedeutenden Werken zählen:
- Der Weg
- Mein vergötterter Sohn Sisi
- Das rote Blatt
- Die Stimmen des Herrn
- Die Ketzer
Miguel Hernández
Der aus bescheidenen Verhältnissen stammende Autodidakt Miguel Hernández kam durch die Freundschaft mit Pablo Neruda in Madrid mit der literarischen Welt in Kontakt. 1939 wurde er unter harten Bedingungen inhaftiert, was seine fragile Gesundheit verschlechterte und zu seinem frühen Tod führte.
Stil und Werk
- Perito en lunas: Beschreibt einfache Alltagsgegenstände mit einer Verbindung aus avantgardistischen Stilen und neogongoristischen Bildern.
- El rayo que no cesa: Drückt leidenschaftliche Liebe durch Bilder und Metaphern aus, die von der Natur inspiriert sind (Stier, Meer, Früchte).
Die Generation nach 1939
Nach dem Bürgerkrieg begab sich ein Großteil der „Generation von 27“ ins Exil, darunter Juan Gil-Albert. Die in Spanien verbliebenen Dichter wurden von Dámaso Alonso in zwei Gruppen unterteilt: jene, die die neue soziale und politische Situation akzeptierten, und die „Entwurzelten“ (desarraigados), die unruhig nach neuen Ideen suchten. Zu letzteren zählten unter anderem Gabriel Celaya und Blas de Otero.