Spanische Literatur der 70er Jahre: Wandel und Trends
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Erzählung aus den 70er Jahren
Nach Francos Tod trug der Wegfall der Zensur wesentlich dazu bei, dass Werke von Schriftstellern im Exil wieder zugänglich wurden und ein besseres Verständnis für die Erzählkunst anderer Länder entstand.
Experimentelle Literatur und der Wandel zur Demokratie
In den siebziger Jahren kultivierten viele Autoren weiterhin neuartige, experimentelle Formen, bei denen der intellektuelle Anspruch im Vordergrund stand und die Handlung zunehmend in den Hintergrund rückte. Fragmentierte Erzählungen und innere Monologe richteten sich an ein intelligentes und gebildetes Publikum. Mit dem Aufkommen der Demokratie wurde der Roman einfacher und zugänglicher, was dazu führte, dass sich das Genre als wichtigste literarische Gattung des 20. Jahrhunderts verbreitete und popularisierte.
Wichtige Entwicklungen in der Erzählkunst
- Ein Großteil der Autoren kehrte zur traditionellen Erzählweise zurück.
- Neue Subgenres innerhalb des Romans begannen sich zu etablieren.
- Die Veröffentlichung und der Verkauf von Literatur nahmen stark zu.
Wichtige Aspekte der Epoche
Die zentralen Merkmale dieser Zeit sind:
- Der verbindende Charakter
- Die Individualität
Bedeutende Romanautoren
- Wichtige Autoren der Nachkriegszeit: Miguel Delibes, Camilo José Cela.
- Schriftsteller der „Generation 50“: Juan Goytisolo, Juan Marsé.
- Romanautoren ab 1975: Die meisten sind bis heute aktiv.
- Neue Schriftsteller nach Franco: Javier Marías, Rosa Montero.
Relevante literarische Trends
- Geheimnis und Intrige: Dieses Subgenre gewann an Bedeutung, unter anderem durch Manuel Vázquez Montalbán.
- Historischer Roman: Beispiele sind José María Merino mit „El oro de los sueños“ oder Alberto Méndez mit „Die blinden Sonnenblumen“, die den Bürgerkrieg thematisieren.
- Roman der intimen Reflexion: Fokus auf persönliche Forschung und Existenzfragen, etwa in Francisco Umbrals „Mortal y rosa“.
- Roman der Erinnerung und des Zeugnisses: Das Gedächtnis einer Generation und gesellschaftliches Engagement stehen im Mittelpunkt, beispielsweise bei Rosa Montero.
- Realistischer Ansatz: Nach der Phase des Experimentalismus kehrten einige Autoren zur Kunst des Erzählens der Realität zurück.
- Kulturalistischer Roman: Junge Schriftsteller analysieren und erläutern verschiedene Aspekte der westlichen Kultur aus einer gelehrten Perspektive, wie Juan Manuel de Prada in „Las máscaras del héroe“.