Spanische Literatur: Celestina, Berceo und Cantar de Mio Cid

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La Celestina

Handlung

Die Geschichte erzählt von der leidenschaftlichen Liebe zwischen Calisto und Melibea. Calisto verliebt sich durch einen Zufall in Melibea, doch sie weist ihn zunächst ab. Sein Diener Sempronio rät ihm, die Kupplerin Celestina um Hilfe zu bitten. Durch ihre Manipulation gelingt es ihr, Melibea für Calisto zu gewinnen. Als Dank erhält Celestina von Calisto eine goldene Kette. Aufgrund von Gier und Streitigkeiten über die Belohnung wird Celestina von Calistos Dienern getötet. Calisto selbst stirbt bei einem nächtlichen Besuch bei Melibea, als er von einer Leiter stürzt. Melibea, die den tragischen Verlust nicht ertragen kann, gesteht ihrem Vater alles und stürzt sich von einem Turm in den Tod. Das Werk endet mit der Klage von Pleberio um seine Tochter.

Charaktere

  • Calisto: Ein reicher Erbe, der nur für seine Leidenschaft und seine eigenen Interessen lebt.
  • Melibea: Sie durchläuft eine Wandlung von einer naiven Person zu einer selbstbewussten Frau, die sich ihrer Gefühle sicher ist.
  • Pleberio: Melibeas Vater, ein reicher Kaufmann, der sich sehr um die Erziehung seiner Tochter sorgt.
  • Alisa: Melibeas Mutter, deren einziges Interesse darin besteht, ihrem Ehemann zu gefallen und zu gehorchen.
  • Celestina: Eine intelligente, aber gierige Kupplerin, die die Charaktere verbindet und deren Habgier letztlich zum Tod führt.
  • Sempronio: Calistos gieriger und materialistischer Diener, der sich mit Celestina verschwört.
  • Pármeno: Calistos treuer Diener, der versucht, die Machenschaften von Celestina zu verhindern.
  • Elicia und Areúsa: Schülerinnen von Celestina.
  • Lucrecia: Die Zofe, die die Treffen zwischen Calisto und Melibea ermöglicht.
  • Centurio: Ein feiger, prahlerischer und fauler Charakter, der den Typus des Miles Gloriosus verkörpert.

Berceo: Wunder unserer Lieben Frau

Einleitung

Das Werk beschreibt allegorisch den Sündenfall des Menschen und seine Rettung durch die Hingabe an die Jungfrau Maria. Die fünfundzwanzig Wunder folgen einer festen Struktur: Eine Einleitung zu Ort und Zeit, die Schilderung des Wunders, die Aufforderung zur Verehrung der Jungfrau Maria und die daraus resultierenden Vorteile für die Gläubigen.

Cantar de Mio Cid

Dieses Epos verherrlicht den Helden Rodrigo Díaz de Vivar. Es schildert, wie er von König Alfons VI. zu Unrecht verbannt wird und durch seine Taten seine Ehre zurückgewinnt. Der Autor betont dabei Werte wie Treue, Rücksicht, Ehre, persönlichen Einsatz und den Glauben an Gott.

Autorenschaft und Entstehung

Das Werk entstand vermutlich im frühen 13. Jahrhundert. Es gibt keine Einstimmigkeit über den Autor, wobei ein Abt namens Pedro als möglicher Verfasser diskutiert wird.

Struktur des Cantar de Mio Cid

  • Gesang des Exils: Der Cid wird von Alfons VI. verbannt. Er lässt seine Familie im Kloster San Pedro de Cardeña zurück und begibt sich ins Exil.
  • Gesang der Hochzeiten: Nach der Eroberung von Valencia begnadigt Alfons VI. den Cid. Das Lied endet mit der Hochzeit seiner Töchter mit den Infanten von Carrión.
  • Gesang der Schande von Corpes: Die Infanten von Carrión planen Rache und setzen ihre Ehefrauen in den Eichenwäldern von Corpes aus. Der Cid fordert Gerechtigkeit vor dem König in Toledo. Das Werk endet mit einem Duell und der Heirat der Töchter mit den Prinzen von Navarra und Aragon.

Stil

Der Stil zeichnet sich durch epische Formeln und eine klare Heldenverehrung aus.

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