Spanische Literatur: Generation von '98, Avantgarde und Extremadura
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Spanische Literatur im Wandel
Die Generation von '98
Themen: Spanienliebe und Betrug, die kastilische Landschaft, Geschichte im Kontext des Mittelalters sowie der klassischen Literatur (Celestina, Don Quijote) und existenzielle Fragen.
Hauptvertreter der Generation
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Miguel de Unamuno: Der wichtigste Lehrer und Vordenker. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf religiösen Themen und der Unsterblichkeit.
- Lyrik (tiefe Gedanken und Gefühle): u. a. El Cristo de Velázquez.
- Essay (sein Hauptgenre): u. a. Schriften über das Land und Portugal (Por tierras de Portugal y España).
- Prosa / „Nivola“ (wenig Handlung, viel Reflexion): u. a. San Manuel Bueno, mártir.
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Pío Baroja: Gilt als der beste Schriftsteller der Generation, ein einsamer, unabhängiger Nonkonformist.
- Werke: Bekannt für seine Trilogien und den Roman Der Baum der Erkenntnis (El árbol de la ciencia).
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Azorín (José Martínez Ruiz): Besitzt eine exquisite Sensibilität und eine außergewöhnliche Fähigkeit, Landschaften, Umgebungen und das Innenleben der Charaktere zu beschreiben.
- Romane (wenig Handlung): u. a. La voluntad (Der Wille), Antonio Azorín.
- Essays (politische und soziale Themen): Berichte von seinen Reisen, z. B. Castilla.
Die Avantgarde und ihre „Ismen“
- Futurismus: Antiromantisch; verherrlicht die mechanische Zivilisation.
- Kubismus: Dekonstruiert die Realität und baut sie frei wieder auf.
- Dadaismus: Rebellion gegen die reine Logik.
- Surrealismus: Befreiung der natürlichen Triebe.
Die Avantgarde in Spanien
Ramón Gómez de la Serna: Schöpfer der Greguerías.
Strömungen in Spanien:
- Kreationismus (Creacionismo): Soll die Realität nicht nachahmen, sondern eine eigene Realität im Gedicht erschaffen.
- Ultraismus (Ultraísmo): Besingt den technischen Fortschritt.
- Futurismus: Dessen Themen tauchen gelegentlich in der Generation von '27 auf.
- Surrealismus: Fast alle Vertreter der Generation von '27 wurden von dieser Bewegung geprägt.
Literatur aus der Extremadura
Prosa
- Felipe Trigo: Geboren in Villanueva de la Serna in der Extremadura. Seine Werke (wie Der ländliche Arzt und vor allem Jarrapellejos) waren anklagend, revolutionär, anzüglich und provokant.
- Antonio Reyes Huertas: Aus Campanario. Autor von Sangre de la raza (Blut der Rasse). Gilt zusammen mit Felipe Trigo als Vater des regionalen Romans der Extremadura.
- José María Gabriel y Galán: Freier Realismus (u. a. El tonto de la aldea / „Der aufgeklärte Idiot“).
- Luis Landero: Autor von Der Gitarrist (El guitarrista).
- Dulce Chacón: Werke wie Cielos de barro (Himmel aus Lehm) und La voz dormida (Die verschlafene Stimme).
- Javier Cercas: Autor von Soldaten von Salamis (Soldados de Salamina).
Lyrik
- Luis Chamizo: Autor von El miajón de los castúos, welches das Wesen der extremadurischen Seele einfängt.
- Jesús Delgado Valhondo: Werke wie La esquina y el viento (Die Ecke und der Wind). Er ist die bekannteste Figur der extremadurischen Poesie.
- Manuel Pacheco: Bekannt für soziale Poesie (u. a. No como un moribundo, ahora vivía / Nie wie ein Sterbender, jetzt lebte).
- Luis Álvarez Lencero: Werk Juan Pueblo, bekannt für erstaunliche Neologismen.
Theater
- Manuel Martínez Mediero: Bekannt für eine sarkastische, gewalttätige und destruktive Sprache (u. a. Las hermanas de Búfalo Bill / Buffalo Bills Schwestern).
- Miguel Murillo: Engagiert im Kampf mit den sozialen Problemen seiner Heimat (u. a. El engrasador / Der Öler und No lloréis por mí, Argentina / Ihr müsst nicht um mich weinen, Argentinien).