Spanische Literatur des Mittelalters: Romancero & Clerecía

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Der Romancero: Themen und Gattungen

Themen des Romancero:

  • Historische Themen: Es wird über die politischen Ereignisse in der Geschichte der christlichen Königreiche der Halbinsel berichtet, die in Grenzen geteilt sind. Erzählt werden Ereignisse im Grenzgebiet während der Reconquista sowie Berichte über den Krieg.
  • Moriscos: Diese umfassen die Vision der besiegten Moriscos mit hohem Drama.
  • Epen und literarische Kompositionen: Von Epen abgeleitete Werke, deren Hauptfiguren Charaktere am Hof Karls des Großen sind.
  • Romantisch und lyrisch: Erzählungen von Liebe, Eifersucht und Themen von allgemeinem Interesse.
  • Epos: Erzählungen über die Taten verschiedener spanischer Helden.
  • Grenze (Frontera): Eine Teilmenge des Historischen; dies sind die aktuellsten Ereignisse, die direkt mit der Reconquista verknüpft sind.
  • Ritterlich: Geschichten, die aus Quellen der karolingischen Literatur stammen.

Stilistische Merkmale des Romancero

  • Handlung: Präferenz der Aktion gegenüber der Beschreibung.
  • Struktur: Fokus auf den Austausch.
  • Einstieg: Anfang in medias res, das heißt ohne Vorbereitung der Leser.
  • Ende: Abrupt abgebrochen oder ungelöst.
  • Archaismen: Verwendung veralteter Wörter (zum Beispiel das erste „f“).
  • Zeitformen: Substitution der verbalen Form der Gegenwart, um die Geschichte näherzubringen (historisches Präsens, unvollkommene Funktion).
  • Lyrische Ressourcen: Verwendung von Wiederholungen als Ressource, wie Anaphern, bimembre Strukturen und Antithesen.
  • Formeln: Verwendung von Pleonasmen und Epitheten.

Mester de Clerecía: Die gelehrte Poesie

Der Mester de Clerecía ist eine kultivierte Poesie, geschrieben in Latein und Versen (über den Rahmen bzw. die Cuaderna Vía). Es gibt zwei Arten der Klassifikation:

  • Anonyme Werke in „über Rippe“ oder Couplets.
  • Gonzalo de Berceo: Er ist der bedeutendste Schriftsteller des Mester de Clerecía.

Das Werk von Gonzalo de Berceo

Sein Werk umfasst das „Leben der Heiligen“, Lehrwerke und marianische Dichtungen. Sein umfangreichstes Werk ist „Milagros de Nuestra Señora“, welches aus einer Einführung und fünfundzwanzig Wundern gebildet wird.

Stil von Berceo

  • Stil-Vorlage aus einfachen schriftlichen Quellen.
  • Trend zum Romanhaften und Nutzung von Spielmann-Ressourcen.
  • Verwendung des Vernacularismus (Rioja-Dialekt) und rhetorischer Mittel („Rippe über“ / Cuaderna Vía).

Der Erzpriester von Hita

Das „Libro de Buen Amor“ (Das Buch der guten Liebe) ist das wichtigste Werk des Mester de Clerecía.

Stil des Erzpriesters

Sein Stil ist geprägt von einem Übergewicht an verbundenen Sätzen und Ausrufen, Wiederholungen sowie einer Fülle von Substantiven mit konnotativen Werten und technischen rhetorischen Mitteln.

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