Spanische Lyrik des 17. Jahrhunderts: Barockliteratur

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Der lyrische Stil des 17. Jahrhunderts

Der Culteranismo ist charakterisiert durch eine extreme Komplizierung der Sprache, den übermäßigen Einsatz literarischer Figuren, mythologische Verweise, Fremdwörter sowie seltsame und ungewöhnliche Wendungen. So ist die Poesie von Luis de Góngora.

Der Conceptismo zeichnet sich durch eine extreme Komplikation des Inhalts aus. Er vervielfacht geniale und weit hergeholte Assoziationen zwischen Begriffen und Worten. Hochrangige Vertreter sind Lope de Vega und Francisco de Quevedo.

Das Werk von Luis de Góngora

Góngora hat zwei Facetten: Er gilt einerseits als einfacher Dichter und andererseits als dunkler, fast unverständlicher Poet. Dabei werden populäre und kultivierte Aspekte vermischt.

  • Góngoras Pflege von Letrillas und Romanzen.
  • Góngora ist einer der Meister des Sonetts, einer gebildeten poetischen Form.
  • In seinen großen Gedichten findet sich zudem eine ausgeprägte Naturverehrung.

Das Werk von Francisco de Quevedo

Die Poesie von Quevedo ist vielfältig. Man findet in ihr entgegengesetzte Elemente: das Edle und das Gewöhnliche, das Schöne und das Erniedrigende sowie die Auszeichnung durch vernichtende Kritik.

  • Seine Liebespoesie gehört zu den aufregendsten der spanischen Literatur.
  • In der satirischen und burlesken Dichtung erreicht seine Ausdruckskraft eine Höhe, die durch die Kondensation seines Stils und die Verwendung von Übertreibungen nie zuvor erreicht wurde.
  • Seine religiöse und moralische Poesie ist voller Pessimismus und Frustration.
  • In seinen Romanen behandelt er alle möglichen Themen wie die Jagd oder Feste am Hof.

Das Leben von Lope de Vega

Félix Lope de Vega Carpio wurde im Jahre 1562 geboren. Er war ein leidenschaftlicher Charakter und griff aktiv in das Leben der Literaten seiner Zeit ein. Sein intensives Liebesleben brachte ihm auch Ärger mit dem Gesetz ein. Seine Frömmigkeit führte ihn schließlich dazu, Priester zu werden. Er hatte sehr einflussreiche Freunde und starb im Jahr 1635 in Madrid.

Das Werk von Lope de Vega

Er pflegte fast alle literarischen Gattungen: Lyrik, erzählende Prosa sowie Drama.

Poesie: Die Rimas Humanas

Die Rimas sind ein Sammelwerk, das verschiedene Gedichte umfasst. Darin werden Themen wie Liebe, Mythologie, biblische Motive und künstlerische Fragen erörtert.

Narrative

Unter der gesamten narrativen Produktion von Lope de Vega ragen der pastorale Roman und der byzantinische Roman heraus.

  • Er beschrieb, wie das höfische Leben in Alba de Tormes aussah.
  • Der Pilger in seiner Heimat ist eine komplexe Abenteuergeschichte voller Ereignisse, die zu einem glücklichen Ende führen.

Lope de Vegas neue Komödie

Lope ist der Autor zahlreicher Werke, darunter Mysterienspiele und Komödien. Die repräsentativsten Titel sind:

  • Religiöse Werke: Die Reinigung der Seele.
  • Mythologie: Der standhafte Mann.
  • Pastoral: Belardo der Rasende.
  • Historisch: Der beste Richter ist der König.
  • Traditionell: La dama boba.

Merkmale der neuen Komödie

Die Werke zeichnen sich primär durch folgende Funktionen aus:

  • Mischung von Tragischem und Komischem, vom Edlen und Populären.
  • Bruch der Regel der drei Einheiten.
  • Verwendung verschiedener Versarten (Polymetrie).
  • Schaffung spannender Handlungssituationen.

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