Spanische Migrationsgeschichte: Ursachen und Folgen
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Ursachen der Migration in Spanien
Der wachsende Bauboom, der Tourismus sowie die Erschließung der Küstenlinien und die Mechanisierung der Landwirtschaft führten zu einer Krise im traditionellen Agrarsektor. Die primären Ziele der Abwanderung waren das restliche Europa und die Iberische Halbinsel.
Außenmigration nach Europa
Die Außenmigration war massiv, um die vom Zweiten Weltkrieg betroffenen europäischen Städte wiederaufzubauen. Zunächst bestand diese Bewegung vor allem aus Arbeitsmigranten, die Geld sparen wollten, um später an ihren Herkunftsort zurückzukehren. Frauen folgten oft in einer zweiten Phase, sobald das Familienoberhaupt eine stabile Basis geschaffen hatte. Die Familienzusammenführung begünstigte die dauerhafte Ansiedlung von Spaniern in diesen Ländern.
Die Sektoren, in denen sie beschäftigt waren, zeichneten sich durch folgende Merkmale aus:
- Schlechte Bezahlung
- Geringes Ansehen
- Vermeidung durch Einheimische des Aufnahmelandes
Binnenmigration und Landflucht
Es kam zu einer massiven Landflucht in die Großstädte und deren Ballungsräume. Deren Wachstum förderte Pendelwanderungen zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. In den Provinzhauptstädten fanden zudem viele Frauen Arbeit im Dienstleistungssektor.
Während manche Migranten nie in ihre Heimat zurückkehrten und dort entwurzelten, kamen andere lediglich für die Feiertage zurück. Diese Migrationsphase ermöglichte eine beispiellose wirtschaftliche Entwicklung durch:
- Massiven Zustrom von Devisen aus dem Ausland
- Überweisungen der Migranten
- Wirtschaftliche Impulse durch den Tourismus
Dies schuf jedoch ein großes Ungleichgewicht in der geografischen Verteilung: Eine alternde Bevölkerung in den Abwanderungsgebieten stand einer Verjüngung in den Zuwanderungsgebieten gegenüber.
Die Phase der Rückkehr (1976–1985)
In diesem Zeitraum nahmen ehemalige Auswanderungsgebiete vermehrt Rückkehrer und Rentner auf. Die wirtschaftliche Lage in den europäischen Zielländern begünstigte die Rückkehr nach Spanien, oft unterstützt durch staatliche Hilfen und wirtschaftliche Anreize.
Herausforderungen für Rückkehrer
Die Rückkehrer sahen sich jedoch mit erheblichen Problemen konfrontiert:
- Schwierige Jobsuche aufgrund der Arbeitslosigkeit
- Stetig steigende Wohnungspreise bis 1986
- Mangelnde wirtschaftliche Entwicklung in den Herkunftsgemeinden
Die Schwierigkeit, in der Heimatgemeinde Arbeit zu finden, führte oft dazu, dass Rückkehrer stattdessen in andere wirtschaftlich entwickelte Gebiete zogen, was die Landflucht weiter verstärkte.