Spanische Nachkriegslyrik: Von 40 bis Novisimos
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Spanische Lyrik der Nachkriegszeit
Die Generation der 40er Jahre
Die Lyrik der unmittelbaren Nachkriegszeit war in der Tradition verwurzelt und knüpfte oft an den Moment der Inspiration durch Garcilaso de la Vega an. Themen wie die Liebe und der Tod wurden in klassischen Strophenformen behandelt.
Zu den wichtigsten Vertretern zählen Luis Rosales, Leopoldo Panero und José García Nieto, die in Zeitschriften wie Escorial veröffentlichten. Die Dichtung dieser Zeit war in der Regel subjektiv und behandelte Schmerz und Leid (sufrimiento). Daneben entstanden Werke in freien Versen (verso libre).
Ein weiterer bedeutender Name ist Dámaso Alonso, dessen Werk die Entwicklung der Lyrik dieser Epoche maßgeblich prägte. Die Lyrik der Hijos de la ira (Kinder des Zorns) gilt als wichtiger Ausdruck des Lebensgefühls jener Zeit.
Die Generation der 50er Jahre
Die Dichter der 50er Jahre, die sogenannten poetas desarraigados (entwurzelte Dichter), verstanden ihre Lyrik als Zeugnis persönlicher Empfindungen und der gesellschaftlichen Realität ihres Moments. Sie thematisierten die Situation in Spanien, Solidarität, Freiheit und Kampf.
Die Sprache war alltäglich und umgangssprachlich (lenguaje coloquial). Zu den prägenden Stimmen gehören Blas de Otero und Gabriel Celaya.
Die Generation der 60er Jahre
Die Lyrik der 60er Jahre war durch eine Erneuerung in Form und Thematik gekennzeichnet. Die neue Generation brachte neue Ausdrucksformen hervor und wandte sich persönlichen Themen zu, wobei sie sich von den sozialen Fragen der Vorgängergeneration abgrenzte.
Inspiriert von Kino, Fernsehen und anderen Medien suchten diese Dichter nach neuen Wegen des Ausdrucks. Die Gruppe der Novísimos wurde 1971 von J. M. Castellet in seiner Anthologie Nueve novísimos poetas españoles vorgestellt. Zu ihnen zählen unter anderem Pere Gimferrer und Ana María Moix.