Die Zweite Spanische Republik (1931–1936)
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Das reformistische Zweijahresintervall (1931–1933)
Zwischen dem 14. April 1931 und dem 19. November 1933 wurde die Regierung der Republik geführt.
Die Regierung rief Wahlen für den 28. Juni aus. Die Arbeitsschwerpunkte waren: die Verbesserung des Bildungswesens auf dem Land, die Reform der Armee und das Verhältnis zur Kirche.
Reformbereiche
- Landwirtschaft: Einführung des 8-Stunden-Tages. Privilegien für Gemeinde-Arbeiter auf dem Land; Ziel war die Landverteilung an Bauern.
- Bildung: Schaffung von 6.750 bis 7.000 Lehrerstellen und Bibliotheken.
- Armee: Vorruhestand für Offiziere, Reduzierung der Befehlshaber, Schaffung der Guardia de Asalto.
- Kirche: Der Vatikan bat die Bischöfe, die neue politische Situation zu respektieren. Am 11. Mai kam es zur Verbrennung von Klöstern in Madrid.
Die republikanische Verfassung
Die Wahlen vom 28. Juni brachten einen Sieg der Linken, während das rechte Lager zersplittert war. Die daraus hervorgegangene verfassungsgebende Versammlung verabschiedete am 9. Dezember 1931 eine neue Verfassung, die laizistische Werte widerspiegelte.
Die konstitutionelle Regierung (Dezember 1931 – November 1933)
Niceto Alcalá-Zamora wurde Präsident der Republik und beauftragte Manuel Azaña mit der Regierungsbildung. Die Regierung setzte die Landreform um und gewährte das Autonomiestatut für Katalonien.
Die Landreform führte zu Spannungen mit Großgrundbesitzern, die eine soziale Revolution fürchteten. Zudem gab es Widerstand von katholischer Seite und zahlreiche Übergriffe.
Das konservative Zweijahresintervall (1933–1936)
Während der Reformphase konnten sich die rechten Kräfte neu organisieren. Es bildeten sich zwei Hauptgruppen: eine antimonarchistische, faschistisch orientierte Strömung (JONS) und die CEDA (unter Gil-Robles), die die Republik von innen heraus umgestalten wollte.
Die Sozialisten bezeichneten Gil-Robles als Faschisten und kündigten für den Fall eines Wahlsiegs der Rechten eine soziale Revolution an.
Der Aufstand von 1934
Nach dem Wahlsieg der Rechten und dem Eintritt der CEDA in die Regierung Lerroux rief die UGT zum Generalstreik auf. Die Revolution scheiterte jedoch, da die Armee (insbesondere in Asturien) den Aufstand niederschlug.
Katalonien und Lluís Companys
Nach dem Tod von Francesc Macià wurde Lluís Companys zum Präsidenten Kataloniens ausgerufen. Die Region war von sozialen Spannungen in Landwirtschaft und Industrie geprägt.
Im Jahr 1934 wurde das Gesetz über Vertragsanbau verabschiedet. Als Reaktion auf den Eintritt der CEDA-Minister in die Regierung rief Companys am 6. Oktober den „Katalanischen Staat“ aus. Dies führte zur Suspendierung des Autonomiestatuts und zur Verhaftung der Generalitat-Regierung.
Wichtige Errungenschaften der Generalitat
- Schaffung von statistischen Diensten
- Förderung von Kooperativen
- Gründung des Instituts gegen Arbeitslosigkeit
- Bau neuer Krankenhäuser und Impfkampagnen
- Einführung gemischter Regelschulen
- Verbesserung des Status der Frauen