Die Zweite Spanische Republik (1931–1936)
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Die Zweite Republik in Friedenszeiten (1931–1936)
Der internationale Kontext, in dem die junge Republik geboren wurde, war von widrigen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen geprägt. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 war ausgebrochen, und das demokratische Modell befand sich in Europa im Rückzug: Österreich hatte eine parafaschistische Regierung, Deutschland stand kurz vor der Übernahme durch Adolf Hitler, und in Italien war Mussolini bereits an der Macht. In der europäischen Gesellschaft der 1930er Jahre herrschte eine Bipolarisierung zwischen Faschismus und Sozialismus.
Die Phasen der Republik
Die Zeiten, in denen die Republik bestand, sind:
- Die Provisorische Regierung (1931).
- Das reformistische Zweijahreszeitraum (Bienio Reformista), ein Vorschlag, der von der politischen Linken geführt wurde.
- Das „Schwarze Zweijahreszeitraum“ (Bienio Negro), eine CEDA-Regierung mit dem Ziel des Abbaus der Reformen des vorangegangenen Zeitraums.
- Die Volksfront (Frente Popular).
Die Provisorische Regierung (1931)
Die Übergangsregierung war das Ergebnis des Paktes von San Sebastián (1. August 1930). Darin waren Radikale, Republikaner, katalanische Nationalisten, Sozialisten und Katholiken vertreten. Die Provisorische Regierung, bestehend aus Republikanern, Sozialisten und katalanischen Nationalisten, leitete folgende Reformen ein: Amnestiegesetze und soziale Maßnahmen. Im Jahr 1931 wurden Wahlen einberufen.
Die Verfassung von 1931
Die Verfassung von 1931 führte das allgemeine Wahlrecht ein und verkündete die Konfessionslosigkeit des Staates. Die gesetzgebende Gewalt lag bei einer Kammer, und der geschäftsführende Präsident war Niceto Alcalá Zamora.
Die katalanische Autonomie
Nach dem Wahlsieg verkündete Francesc Macià die Katalanische Republik, was dazu führte, dass die provisorische Regierung den Namen Generalitat annahm. Im Jahr 1932 wurde das Autonomiestatut verabschiedet. Die Institutionen umfassten das Parlament, den Rat (die Exekutive der Generalitat) und den Präsidenten. Die ersten Wahlen fanden am 20. November 1932 statt.
Reformen und Konflikte (1931–1936)
Das Bienio Reformista (1931–1933)
In dieser Zeit gab es eine Reform der Streitkräfte, eine religiöse Reform, eine Bildungsreform, eine Bodenreform sowie territoriale Anpassungen. Diese stießen auf Widerstand seitens des Konservatismus sowie auf Widerstand der Arbeiterklasse.
Das Bienio Negro und die Volksfront (1933–1936)
Mit einer neuen Regierung kam es 1934 unter der CEDA-Beteiligung zu Unruhen. Nach einer Phase der Gewalt gegen die Republik kam es zu einem Putsch, und der Bürgerkrieg (Guerra Civil) begann. Der Kampf der Republikaner gegen die Truppen von Franco startete am 18. Juli 1936 und endete im Jahr 1939.