Die Erste Spanische Republik: Geschichte und Scheitern
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Die Erste Spanische Republik
Die Erste Republik wurde im Februar 1873 ausgerufen. Das Abgeordnetenhaus und der Senat traten in der Nationalversammlung zusammen und wählten die erste Koalitionsregierung unter der Leitung des radikalen Republikaners Figueras. Die Republikaner waren jedoch in der Minderheit, was das neue System in ein feindliches Umfeld brachte.
Herausforderungen und Krisen
Die Bevölkerung erwartete radikale Reformen in kürzester Zeit. Spanien war zu dieser Zeit ein armes, rückständiges Land mit geringer Industrie, schwacher Landwirtschaft, maroden Staatsfinanzen und zwei Kriegen: dem Zehnjährigen Krieg in Kuba sowie dem Dritten Karlistenkrieg im Baskenland und in Navarra.
Der Bruch der Koalition
Ein weiterer Faktor für den Sturz der Republik war der Bruch des Paktes zwischen den radikalen Republikanern und den Föderalisten:
- Radikale: Wollten eine Republik der Ordnung und Einheit mit wenigen sozialen Reformen.
- Föderalisten: Forderten ein föderales System und weitreichende soziale Reformen.
Nach dem Scheitern des Paktes versuchten die Radikalen einen Staatsstreich, der jedoch von den Republikanern vereitelt wurde.
Die Präsidentschaften von Pi i Margall und Salmerón
Nach dem Rücktritt von Figueras im Juni übernahm Pi i Margall die Führung mit dem Ziel, eine föderale Ordnung zu etablieren. Dies führte jedoch zum kantonalen Aufstand, bei dem Städte im gesamten Mittelmeerraum eigene Kantone ausriefen. Da Pi i Margall zögerte, militärische Gewalt anzuwenden, trat er zurück. Sein Nachfolger Salmerón trat ebenfalls zurück, da er sich weigerte, Todesurteile gegen Aufständische zu unterzeichnen.
Castelar und das Ende der Republik
Der neue Präsident Castelar setzte auf die Wiederherstellung der Ordnung durch die Armee. Er suspendierte verfassungsrechtliche Garantien, um den kantonalen Aufstand niederzuschlagen. Trotz dieses Erfolges entzog ihm das föderalistisch dominierte Parlament das Vertrauen. Dies führte zur Auflösung des Parlaments durch General Pavía und zur Einsetzung einer Regierung unter Serrano, die einen konservativen Kurs einschlug.
Das Ende und das Erbe
Die mangelnde Stabilität führte schließlich zur Rückkehr der Bourbonen unter Alfonso XII nach dem Pronunciamiento von Martínez Campos in Sagunto. Trotz der politischen Anarchie gab es wirtschaftliche Fortschritte:
- Bergrecht: Erlaubte ausländische Investitionen im Bergbau.
- Tarif Figuerola: Ermöglichte die Diversifizierung der Landwirtschaft und die Modernisierung der spanischen Industrie.