Die Zweite Spanische Republik: Reformen und Krisen

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Republik II: Zweijahreszeitraum des Reformismus

  • 1931: Rücktritt von Berenguer; Bildung der Regierung Aznar und Ankündigung von Wahlen (12. April). In den großen Städten gewinnt die Republik, in den kleinen die Monarchie.
  • 14. April: Alfons XIII. verliert die Unterstützung und geht ins Exil.

Vorsitzender der provisorischen Regierung: Niceto Alcalá Zamora.

Durchgeführte Reformen

  • Militär: Schließung der Militärakademie in Saragossa (Franco); volle Entgeltfortzahlung für pensionierte Offiziere.
  • Kirche: Genehmigung der Zivilehe, Scheidung, Zivilfriedhöfe und Regulierung religiöser Orden.
  • Bildung: Bau von 10.000 Schulen, mehr Lehrerstellen, Bibliotheksnetzwerk und 50 % Budgeterhöhung.
  • Landwirtschaft: Agrarreform und Einführung des 8-Stunden-Tages.

Bei den Wahlen am 28. Juni gewinnt das Zentrum (Manuel Azaña). Die neue Verfassung wird am 9. Dezember 1931 verabschiedet: Nationale Souveränität, Einkammerparlament, konfessioneller Staat und Möglichkeit der Autonomie.

Autonomiebestrebungen

  • Katalonien: Francesc Macià proklamiert eine Republik innerhalb des spanischen Staates. 1932 wird das Autonomiestatut verabschiedet (Zivil- und Justizbefugnisse).
  • Baskenland: Das Statut wird 1931 entworfen, 1932 abgelehnt, 1933 durch den Sieg der Rechten gestoppt und 1936 unter der Volksfront wieder aufgenommen (erster Lendakari: Antonio de Aguirre).
  • Galizien: Statut-Referendum 1932, 1933 gestoppt, 1936 wieder aufgenommen.

Republik II: Konservativer Zweijahreszeitraum

Nach dem Rücktritt von Azaña (September 1933) löst Alcalá Zamora das Parlament auf. Die Wahlen am 19. November 1933 führen zu einem Sieg der Rechten und des Zentrums, begünstigt durch die Zersplitterung der Linken.

Die Ära der CEDA

Alejandro Lerroux (Radikale Partei) bildet die Regierung, unterstützt von der CEDA (Gil-Robles). Die politische Lage verschärft sich durch die Angst vor einer faschistischen Wende.

  • Oktoberrevolution 1934: Als Reaktion auf den Eintritt der CEDA in die Regierung organisieren PSOE und UGT einen Generalstreik. In Asturien kommt es zu einem bewaffneten Aufstand, der von der Armee (Franco) niedergeschlagen wird.
  • Folgen: Repression gegen Arbeiter, Verhaftung von Companys in Katalonien und Aussetzung der Autonomie.

Das Ende der Legislatur

Die Regierung Lerroux scheitert 1935 an Korruptionsskandalen. Bei den Wahlen am 16. Februar 1936 gewinnt die Volksfront (Koalition der Linken). Im März 1936 bereitet das Militär den Putsch vor, der im Juli desselben Jahres zum Bürgerkrieg führt.

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