Spanisches Theater: Vom Bürgerkrieg bis zur Nachkriegszeit
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Drama aus dem Bürgerkrieg
Die Entwicklung des spanischen Theaters wurde durch den Bürgerkrieg und seine Folgen entscheidend geprägt. Es entwickelten sich verschiedene tragische Leitlinien im Bereich der nationalen und republikanischen Szene. Diese Ära wird durch die Verbannung von Intellektuellen wie Max Aub oder Rafael Alberti sowie durch den Tod von Federico García Lorca und Valle-Inclán markiert.
Die Beherrschung der Nachkriegszeit
Die Nachkriegszeit wurde von einem nationalen Theater beherrscht, das im Dienst der Diktatur stand. Eine wesentliche dramatische Linie war die bürgerliche Komödie. Diese zeichnete sich durch folgende Merkmale aus:
- Perfektion in der Konstruktion
- Intranszendenz (Bedeutungslosigkeit)
- Humor, Zärtlichkeit und Güte
- Unterhaltung und moralisierende Bildung
Die Themen behandelten meist die Liebe und den Charakter der Bourgeoisie. Die wichtigsten Autoren waren:
- Jacinto Benavente: Werke wie "Der Dämon des Theaters" und "Don Juan ist gekommen".
- Joaquín Calvo Sotelo: Werk "Wenn die Nacht wandert".
Das Theater des Humors
Das Theater des Humors (vertreten durch Autoren wie Enrique Jardiel Poncela und Miguel Mihura) hatte als wichtigstes Merkmal die Umgehung der unmittelbaren Realität. Das Nachkriegstheater fungierte als Unterhaltung und übermittelte die herrschende Ideologie.
Jardiel Poncela
In seinen Werken überwiegen Unbeschwertheit und Realitätsflucht, um Zweifel und Sorgen zu entfernen. Seine Arbeit ist durch die Einbeziehung des Unwahrscheinlichen, ein wenig Wahnsinn und Mysterium gekennzeichnet. Die Personen gehören der Bourgeoisie an – eine glückliche Gesellschaft auf der Suche nach Liebe und Geld. Repräsentative Werke sind: "Eloisa unter einem Mandelbaum", "Diebe sind ehrliche Leute" und "Vier Herzen mit Bremsen und Rückwärtsgang".
Miguel Mihura
Er beabsichtigt nicht, das Leben zu reflektieren, sondern es durch die Humanisierung seiner Charaktere und den Triumph von Güte und Zärtlichkeit zu idealisieren. Am Ende seiner Werke kehrt meist die Normalität zurück. Die Realität wird durch Phantasie und poetische Einbildungskraft verzerrt. Bekannte Werke: "Drei Hüte" und "Maribel und die seltsame Familie".
Theater im Exil
Das Theater im Exil präsentiert ästhetische Differenzen zur Kultur in Spanien. Das künstlerische Interesse im Exil führte die Autoren zu innovativen Entwicklungen in ihren Werken.
- Rafael Alberti: Kultivierte ein politisches Theater mit vielen poetischen Elementen, von der Sprache und Symbolik bis hin zur Einbeziehung kleiner Strophen. Werke: "Der Schandfleck" und "Anmutig".
- Max Aub: Begann mit der Farce des ästhetischen Avantgarde-Theaters. Während des Krieges und im Exil wurde seine Arbeit erzählerischer und nutzte Metatheater sowie eine gepflegte, realistische Sprache. Themen sind Einsamkeit und die Ethik des Krieges. Werke: "San Juan" und "Spiegel der Gier".
- Alejandro Casona: Verbindet die Nachkriegszeit mit der bürgerlichen Komödie als Theater der Flucht, fernab sozio-historischer Umstände. Werk: "Die Dame der Morgenröte".
Die Realisten und das soziale Theater
Die Realisten charakterisieren sich durch die Komplexität der szenischen Bereiche und die Vertiefung in die Gefühlswelt der Charaktere.
Antonio Buero Vallejo
Er suchte die moderne spanische Tragödie, in der die Personen Mitgefühl inspirieren. Seine Werke sind eine Synthese aus Realismus und Symbolismus. Er stellt aktive Charaktere kontemplativen Charakteren gegenüber; ihre Probleme sind universell. Er versucht, den Leser in die Geschichte einzuführen. Werke: "Geschichte einer Treppe" und "In der brennenden Dunkelheit".
Alfonso Sastre
Er wollte das Theater durch soziale Unruhen sanieren. Mit seinem Werk "Todesgeschwader" präsentierte er komplexe Tragödien mit einer tiefschwarzen Stimmung. Dies erlaubt die Ablösung der Geschichten, in denen menschliche Personen als lächerliche Helden in kontrastreicher und widersprüchlicher Weise dargestellt werden. Werke: "Todesgeschwader" und "Die fantastische Taverne".