Spanisches Theater: Geschichte, Exil und Avantgarde (1950–1980er)
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Posterior Theater 36 Theater
Elementar, sehr wenig experimentell: Dieses Theater richtete sich nicht an ein breites Massenpublikum. Es war eine eher einfache, unterhaltende Entwicklung des Theaters. Die Zensur nahm zu und die Autoren wurden direkt zensiert.
Traditionelles Theater
Dieses Theater ist vornehmlich auf Unterhaltung und ideologische Beeinflussung ausgerichtet: bürgerliche Komödie, freundlich und zugänglich. Autoren: Jacinto Benavente, Calvo Sotelo.
Das humorvolle Drama ist einfach und komisch, gehört nicht zum absurden Theater; es ist elementar, ohne Kompromisse, zum Vergnügen, oft ohne tiefen Inhalt und oft eher ärmlich.
Beispiel: "Tres sombreros de copa" von Miguel Mihura — ein Stück, das als bemerkenswert bezeichnet wurde; trotz mancher Kritik blieb es in seiner Haltung bis zum Ende traditionell.
Theater des Exils
Autoren und Innovatoren entwickelten im Exil, vor allem in Mexiko und Argentinien, neue Formen; dort herrschte in vielen Fällen keine Zensur. Beispiele für Exilautoren sind Max Aub, San Juan und Rafael Alberti.
Realistisches / existentielles Theater
Im realistischen, existenziellen Theater stehen die Probleme des Einzelnen im Vordergrund; die soziale Dimension wird nicht immer direkt thematisiert, erscheint jedoch in der Präsentation. Wichtig ist das Ich, die Suche nach dem Sinn des Lebens auf der sozial-individuellen Ebene.
Beispielautor: Antonio Buero Vallejo — ein Dramatiker, der oft die Vergangenheit thematisierte, um der Zensur zu entgehen. Seine Stücke sind allgemein verständlich, z. B. "Historia de una escalera".
50er und 60er Jahre
Realistisches Protesttheater und Anklage
Themen: soziale Ungerechtigkeit, Ausbeutung der Arbeitskraft, schlechte Arbeitsbedingungen, die Folgen des Bürgerkriegs, Einsamkeit, Traurigkeit, Hunger und allgemeines Elend nach dem Krieg. Diese Stücke wurden nicht immer akzeptiert.
Formen: Darstellung klar erkennbarer Archetypen der Gesellschaft; Bühnenbild oft einfach montiert, die Handlung an realen Orten verankert. Umgangssprache und direkte Rede, da über die Wirklichkeit gesprochen wird.
Wichtige Autoren dieser Periode: Antonio Buero Vallejo, Alfonso Sastre. Weitere Werke und Autoren der Zeit reflektieren ähnliche soziale Themen.
1970er Jahre: Die Avantgarden
Themen: scharfe Kritik an der Diktatur (oft symbolisch verpackt), der Krieg als heikles Thema, Ungerechtigkeit, Arbeit und Mangel an Freiheit. Die Auffassungen wandelten sich, die politische Forderung nach mehr Demokratie wurde sichtbarer.
Das Theater trat vermehrt auf der Straße auf, mit unkonventioneller Besetzung und Abkehr von klassischen Formen. Es blieb eine Minderheitssparte, weil es zensiert wurde und viele Zuschauer die neuen Formen nicht unmittelbar verstanden. Gruppen wie die TEI-Theatergruppe und Els Comediants waren vertreten.
Form: metaphorische Darstellungen, nicht realistisch; Figuren entfernen sich von naturalistischer Darstellung, es entstehen Klangbilder und experimentelle Ausdrucksmittel.
Beispiele von Autoren: Fernando Arrabal ("Picnic"), Francisco Nieva ("Nosferatu"), Werke mit sinnlichen, oft erotischen Zügen.
1980er Jahre
In den 80er Jahren erhöhte sich die Vielfalt des Theaters; die strengsten vanguardistischen Übertreibungen verloren an Dominanz. Els Comediants erfuhren eine Neuorientierung; das traditionelle Theater erlebte ebenfalls neue Akzente.
Bekannte Persönlichkeiten dieser Phase sind Fernando Fernán Gómez und José Sanchis Sinisterra (z. B. "¡Ay, Carmela!").
Das Theater griff aktuellere Themen auf und erreichte ein breiteres Publikum. Beispiele für populäre und gesellschaftsnahe Stücke sind "La estanquera de Vallecas" und "Bajarse al moro", die Alltagsrealitäten und soziale Konflikte thematisieren.
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