Speicherverwaltung unter MS-DOS
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Deutsch mit einer Größe von 2,41 KB
Die Speicherverwaltung hängt von der verwendeten MS-DOS-Version und dem installierten Prozessor ab.
Prozessor-Adressierung
- 8088 und 8086 (XT): bis zu 1 MB
- 286 (AT): bis zu 16 MB
- 386: bis zu 4096 MB
Konventioneller Speicher (0 bis 640 KB)
Hier werden Programme geladen und ausgeführt.
- 0 KB: Betriebssystem-Bereich (enthält Unterbrechungstabelle, Computerspezifikationen, ca. 2 KB)
- Core MS-DOS: Enthält IO.SYS (versionsabhängig) und MSDOS.SYS
- Konfigurationsdateien (CONFIG.SYS):
- BUFFER, FCBS, FILES, LASTDRIVE, STACKS
- Gerätetreiber (DEVICE):
- ANSI.SYS, HIMEM.SYS, EMM386.EXE, RAMDRIVE.SYS
- COMMAND.COM: (4,8 KB) Command-Prozessor oder Shell
- Resident Programme: Geladen über AUTOEXEC.BAT (z. B. KEYB, DOSKEY, FASTOPEN, PRINT)
- Freier Speicher: Bereich für Benutzeranwendungen bis 640 KB
Der Kern von MS-DOS und die Datei COMMAND.COM können aus dem unteren Speicherbereich entfernt werden, um mehr Platz für Benutzeranwendungen zu schaffen. Diese Dateien werden dann in den oberen oder erweiterten Speicher geladen.
Höherer Speicher (Upper Memory)
Hier werden Steuerungsroutinen und Programme gespeichert.
- Grafikspeicher: Informationen der Grafikkarte und Speicherchips.
- Expanded Memory (EMS): Eine Technik, um die 1-MB-Grenze von MS-DOS zu umgehen. Der Speicher über 1024 KB wird in Seiten (Page Frames) unterteilt. Ein Page Frame umfasst 64 KB, aufgeteilt in vier 16-KB-Seiten.
- ROM BIOS: Enthält Anweisungen für das Basic Input/Output System (bis 1024 KB / 1 MB).
Erweiterter Speicher und HMA
Da MS-DOS nativ nicht mit Adressen über 1 MB arbeiten kann, wird diese Grenze durch spezielle Techniken überschritten:
- High Memory Area (HMA): Durch Befehle wie
DOS=HIGHwird der MS-DOS-Kern hierher geladen. Je nach Struktur von CONFIG.SYS und COMMAND.COM können auch Treiber hier geladen werden (bis 1088 KB).
Der Befehl RAMDRIVE.SYS ermöglicht die Erstellung logischer Laufwerke im RAM, die als flüchtige Wechseldatenträger fungieren.