Sprache und kommunikative Situation: Register
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Sprache und kommunikative Situation
Die kommunikative Situation ist die Gesamtheit der Umstände, unter denen Kommunikation stattfindet. Diese Elemente sind:
- Persönlichkeit von Sender und Empfänger
- Grad der Formalität
- Gegenstand der Kommunikation
- Intentionalität
- Einseitigkeit
- Umfang der sozialen Interaktion
Sprachregister (Idiomatische Register)
Es handelt sich um den individuellen Gebrauch der Sprache. Die Fähigkeit der Menschen, ihre Ausdrucksweise je nach ihren Sprachkenntnissen anzupassen: Je höher der Grad und das Niveau der Sprache, desto leichter lässt sich das Sprachverhalten ändern. Es gibt zwei Arten von Registern:
- a) Formelles Register: Es wird in speziellen Bereichen eingesetzt und erfordert die Verwendung der korrekten Form. Das formelle Register ist das kultivierte Register par excellence.
- b) Informelles Register: Es wird in Bereichen wie Familie und Freundschaft verwendet. Das wichtigste ist das umgangssprachliche Register.
Das umgangssprachliche Register
Es wird oft mit der Volkssprache verwechselt. Es erfüllt zwei Kriterien: die soziokulturelle und die kommunikative Situation. Seine Merkmale sind:
- a) Dialogcharakter: Zwischen Sender und Empfänger besteht eine physische Präsenz und ein Rollenwechsel.
- b) Spontaneität und Mangel an Formalisierung: Spontaner Gebrauch der Sprache.
- c) Zusammenfluss von verbalem und nonverbalem Code: Die Kommunikation beruht auch auf nicht-sprachlichen Codes.
1 Merkmale des umgangssprachlichen Registers
Phonische Aspekte
Es gibt eine Tendenz zu entspannten Lauten:
- a) Erzwungene Diphthonge
- b) Reduzierung von Konsonantenclustern
- c) Yeísmo
- d) Verlust einer Gruppe von Phonemen
Anredeformen (Behandlung)
Wie eine Person eine andere anspricht:
- a) Pronominale Anreden
- b) Nominale Anreden
- c) Koseformen (zärtliche Ausdrücke)
- d) Vergleiche mit Anspielung auf die Tierwelt
- e) Beleidigungen, die körperliche Merkmale oder Mängel betonen
- f) Höflichkeitsformeln
Ausdruckskraft
Die Subjektivität des Sprechers drückt sich in folgenden Aspekten aus:
- Die Ausweitung der Satzmodalität
- Subjektive Organisation der Nachricht. Dies ist die Auseinandersetzung mit dem Diktat von Denken und Gefühl. Sie weist tendenziell folgende Merkmale auf:
- a) Syntaktische Dislokation: Die Elemente der Sätze werden nach der Priorität des Sprechers angeordnet.
- b) Syntaktische Kondensation: Spiegelt sich in der Verwendung von Ein-Wort-Ausdrücken wider.
- Der Schwerpunkt liegt auf selbstbestätigenden sprachlichen Ausdrücken. Diese Elemente sind:
- a) Vorhandensein von Superlativen bei Substantiven
- b) Semantische Unangemessenheit
- c) Semantische Redundanz
- d) Semantische Inkompatibilität
- e) Genuswechsel (Geschlechtsänderung)
- Spontane lexikalische Schöpfungen: Diese werden als expressive Mittel im Gespräch eingesetzt.
Wirtschaftlichkeit und Bequemlichkeit
Der Sprecher gestaltet die Kommunikation mit geringstem Aufwand, was die formale Kontrolle reduziert. Einige Funktionen sind:
- a) Regressive Wortbildungen
- b) Improvisierte Wortspiele
- c) Füllwörter
- d) Klischees, stereotype Ausdrücke, Sprichwörter
- e) Platzhalterwörter (Wildcards)