Sprache, Sprechen und Sprachvarietäten einfach erklärt
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Sprache, Sprechen und Sprachregeln
Sprache: Sie ist die Kraft, die Menschen benötigen, um durch gemeinsame Symbole ihre Gedanken auszudrücken. Sprache ist ein strukturiertes System aus verbalen und gemeinsamen Regeln innerhalb einer Sprachgemeinschaft. Sprechen: Die konkrete Verwirklichung einer Sprache durch den Sprecher in einer bestimmten kommunikativen Situation. Regel: Ein Satz von Regeln und Praktiken, die von den Sprechern einer Sprache akzeptiert werden.
Sorten der Sprache
Diafasische oder situative Varietäten
Diese sind durch die kommunikative Situation bedingt. Die Art und Weise, wie man in einer bestimmten Situation spricht, wird als Sprachregister bezeichnet. Eine Person nutzt unterschiedliche Register basierend auf folgenden Faktoren:
- Absicht und Beziehung: Das Verhältnis zum Gesprächspartner.
- Thema: Worüber man spricht.
- Übertragungsmedium: Wie die Nachricht übermittelt wird.
In einer formellen Situation (z. B. einem Interview) wird ein formelles Register verwendet, in einer informellen Situation (mit Freunden) ein informelles.
Diastratische oder soziale Varietäten
Diese hängen von der sozialen Gruppe ab, der der Sprecher angehört. Die Sprechweise einer sozialen Gruppe mit gemeinsamen Merkmalen nennt man soziale Ebene. Es gibt zwei Arten von Faktoren, die diese Varietäten bestimmen:
- Biologische Faktoren: Geschlecht und Alter beeinflussen die Sprechweise maßgeblich.
- Soziokulturelle Faktoren: Je nach Bildungsgrad unterscheidet man drei Ebenen:
- Gehobene Ebene: Zeichnet sich durch eine höhere sprachliche Korrektheit aus.
- Standardsprache: Die allgemeine, neutrale Ebene des Sprechers.
- Umgangssprache: Die am weitesten von der Norm entfernte Ebene, gekennzeichnet durch informelle Ausdrücke.
Diatopische oder geografische Varietäten
Diese hängen davon ab, in welcher Region die Sprache gesprochen wird.