Sprachfunktionen nach Roman Jakobson
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Sprachliche Funktionen nach Jakobson
Jakobson beschreibt die Fähigkeit von Texten, die Aufmerksamkeit auf die Nachricht selbst zu lenken. In der Kommunikation können mehrere Funktionen gleichzeitig auftreten, wobei jedoch meist eine dominiert, je nachdem, worauf der Emittent das Gewicht legt.
Die Funktionen der Sprache
- Emotive Funktion: Spiegelt die Stimmungen des Emittenten wider (z. B. poetische Ausdrücke oder Grüße).
- Appellative Funktion: Sucht nach einer Reaktion des Rezeptors (z. B. Vorschriften, Gesetze, Handbücher).
- Metasprachliche Funktion: Bezieht sich auf den Code selbst.
- Lexikalische Semantik: Bewusstsein für den Wortschatz und die Bedeutung von Wörtern.
- Phonologisch: Bewusstsein für Geräusche, Laute und die visuelle Darstellung (Rechtschreibung).
- Morphosyntaktisch: Vertrautheit mit den Formen und Strukturen der Sprache in allen Texten.
- Phatische Funktion: Dient dem Öffnen oder der Erhaltung des Kommunikationskanals (z. B. „Wie geht es?“).
Poetische Funktion und Referenz
Das Ziel der poetischen Funktion ist es, eine ästhetische Emotion durch die Nachricht zu vermitteln. Die referenzielle Funktion hingegen dient dazu, sachliche Informationen über Dinge, Orte oder Tiere zu vermitteln.
Wortarten und Satzbau
- Substantive: Benennen Dinge, Orte oder Tiere.
- Adjektive: Begleiten Substantive und Pronomen.
- Verben: Geben Auskunft über die Handlung.
- Adverbien: Modifizieren Verben, Adjektive oder andere Adverbien (Ort, Zweifel, Verneinung, Menge, Zeit, Modus).
- Präpositionen: (z. B. an, bei, unter, mit, aus, während, zwischen, als, zu, durch, für, von, außer, ohne, oben, hinten).
- Konjunktionen: Verbinden Wörter oder Phrasen (z. B. und, oder).
- Interjektionen: Drücken Staunen oder Freude aus (z. B. Ha! Ho! Ach!).
Satzglieder
- Subjekt: Das Element, das das Prädikat stützt.
- Prädikat: Das, was über das Subjekt ausgesagt wird.