Sprachwissenschaft: Kontext, Register und Wortbildung

Eingeordnet in Lehre und Ausbildung

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,2 KB

Hintergrund und Kontext

Die Komprimierung eines Textes wird durch seinen Kontext und seine Situation beeinflusst:

  • Der Kontext: Die sprachliche Umgebung, also die Menge der Wörter und Ausdrücke, die ein Element umgeben.
  • Die Situation: Das außersprachliche Umfeld, also die Umstände, unter denen ein Text entsteht.

Die Situation, in der Kommunikation stattfindet, führt zudem zu verschiedenen Sprachvarietäten, den sogenannten Registern.

Formelle und informelle Sprache

  • Formelle Sprache: Sie ist geplant, folgt festen Regeln der Aussprache und Grammatik und verwendet ein präzises, vielfältiges Vokabular.
  • Informelle Sprache: Sie ist spontan, oft ungeplant, vernachlässigt häufig die strikte Grammatik und nutzt einen einfachen Wortschatz.

Faktoren der Sprachwahl

Die Wahl des Registers hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Das Feld: Das Thema des Gesprächs. Alltagsthemen dominieren die informelle Sprache, während wissenschaftliche oder soziale Themen formelle Register erfordern.
  • Der Tenor: Die Beziehung zwischen den Kommunikationspartnern. Soziale Distanz, Alter oder kulturelle Unterschiede beeinflussen den Grad der Formalität und Höflichkeit.
  • Der Modus: Der gewählte Kanal (mündlich oder schriftlich), wobei auch schriftliche Texte unterschiedlich stark geplant sein können.

Grammatikalische Ergänzungen

Die Umstandsergänzung (Adverbiale Bestimmung)

Sie legt die Umstände fest, unter denen die Handlung des Verbs auftritt (Ort, Zeit, Art und Weise, Menge, Grund, Begleitung, Zweck etc.).

Adverbiale Ausdrücke

Wörter oder Wortgruppen, deren Kern ein Adverb ist.

Die prädikative Ergänzung

Ein Zusatz, der sich sowohl auf das Verb als auch auf ein Substantiv (Subjekt oder direktes Objekt) bezieht.

Worttrennung am Zeilenende

  • Buchstaben, die zur gleichen Silbe gehören, dürfen nicht getrennt werden.
  • Vokale, die einen Diphthong oder Triphthong bilden, dürfen nicht getrennt werden.
  • Zusammengesetzte Wörter und Wörter mit Präfixen können nach den allgemeinen Silbenregeln getrennt werden.
  • Grapheme wie SH, NH, LH, RH, XH dürfen nicht am Anfang der neuen Zeile stehen.
  • Der erste Buchstabe eines Wortes darf nicht allein am Ende einer Zeile stehen.

Neologismen

Ein Neologismus ist ein neues Wort oder ein neuer Ausdruck in einer Sprache. Die gängigsten Verfahren zur Bildung neuer Wörter sind:

  • Ableitung und Zusammensetzung: Bildung durch Präfixe, Suffixe oder Komposita.
  • Lehnwörter: Übernahmen aus anderen Sprachen (z. B. „Internet“).
  • Semantische Änderungen: Bestehende Wörter erhalten neue Bedeutungen (z. B. „Maus“ oder „Netzwerk“).
  • Akronyme und Abkürzungen: Verkürzungen für komplexe Begriffe (z. B. P2P).
  • Parasynthetische Wörter: Wörter, die gleichzeitig durch Ableitung und Komposition gebildet werden.

Verwandte Einträge: